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Botanischer Garten München-Nymphenburg

Für Kakteenfreunde und solche, die es werden wollen!

Merkwürdige dicke Ungetüme, mit denen man, ob ihrer dornigen Wehrhaftigkeit, lieber nichts Näheres zu tun haben möchte - solche Gedanken hegt so mancher beim Anblick von Kakteen. Wer sich aber von ihrem bisweilen arg feindseligen Äußeren nicht abschrecken lässt, dem eröffnet sich eine Wunderwelt an Formenreichtum und Schönheit. Die abschreckenden Dornen erweisen sich in Ausgestaltung und Anordnung als kleine bizarre Kunstwerke, das Farbenspiel der Blüten prägt sich unvergesslich ein und über die Vielfalt an Formen kann man nur staunen. Winzig kleine Kugelkakteen kontrastieren mit meterhohen imposanten Kandelaberkakteen, dicht behaarte oder bedornte Pflanzen treten in dieser Pflanzenfamilie ebenso auf wie kahle und fast dornenlose. Neben ihrem ästhetischen Äußeren und ihrer gestaltlichen Vielfalt faszinieren Kakteen auch durch ihre Fähigkeit, unter sehr trockenen Bedingungen zu überleben. Sie verdanken dies zum einen der Möglichkeit, Wasservorräte im Gewebe des Stamms anlegen zu können, zum anderen den vielerlei Schutzmaßnahmen gegen Wasserverluste durch Verdunstung, wie z.B. der Blattlosigkeit und einer wachsbeschichteten oder dicht behaarten Oberfläche.

Wer etwas mehr über diese interessanten Pflanzen erfahren möchte, der ist gut beraten, am Samstag, dem 3. Mai 2008 von 12.00 bis 15.00 Uhr in den Botanischen Garten München-Nymphenburg zu kommen. An diesem Tag stellen die Münchner Kakteenfreunde einen Informationsstand vor dem Gewächshaus auf und bieten für Interessierte Führungen zu den Kakteen in den Schauhäusern des Botanischen Gartens an. Diese Gelegenheit sollte man sich nicht entgehen lassen.

Kommen Sie! Ein Besuch im Botanischen Garten München-Nymphenburg lohnt sich immer.

 

Epiphyllum-Hybride 1

Bild 1 (Erklärung siehe unter Bild 4)

Epiphyllum-Hybride 2

Bild 2 (Erklärung siehe unter Bild 4)

Epiphyllum-Hybride 3

Bild 3 (Erklärung siehe unter Bild 4)

Epiphyllum-Hybride 4

Bild 4

Bild 1 bis Bild 4: Epiphyllum-Hybriden
Große, leuchtend gefärbte Blüten, die sich bei Tag öffnen, und lange, blattartig abgeflachte oder dreikantige Triebe sind charakteristisch für diese Kakteen, die sogenannten Epiphyllum-Hybriden. Die Elternarten dieser Hybridpflanzen stammen dabei trotz des Namens nicht unbedingt alle aus der Gattung Epiphyllum. Es können insbesondere auch Arten der Gattung Disocactus eingekreuzt sein.

 

Stetsonia coryne

Stetsonia coryne
In Argentinien, Bolivien und Paraguay liegt das Verbreitungsgebiet von Stetsonia coryne. Diese typisch blaugrün gefärbte Kakteenart entwickelt sich im Alter zu 5 – 8 m hohen Pflanzen mit dickem Stamm und zahlreichen bogigen Seitentrieben.

 

Cleistocactus ritteri 1

Cleistocactus ritteri

Cleistocactus ritteri 2

Cleistocactus ritteri
Bolivien ist die Heimat von Cleistocactus ritteri. Charakteristisch für die Art sind die gelben, röhrenförmigen Blüten und feinen, weißen Dornen. Die dichte, pelzartige Bedornung stellt einen ausgezeichneten Schutz gegen Verdunstung, Kälte und intensive Sonnenbestrahlung dar.

 

Rebutia heliosa 1

Rebutia heliosa

Rebutia heliosa 2

Rebutia heliosa
In vieltriebigen Polstern wächst Rebutia heliosa, eine kleinwüchsige Kakteenart aus Bolivien. Die trichterförmigen Blüten sind tagsüber geöffnet.

 

Parodia magnifica

Parodia magnifica
Das wollige Band entlang der Rippenkanten ist typisch für etwas ältere Exemplare dieser Kakteenart. Ihre Heimat liegt in Brasilien.

 

 

Fotos: Rieke Jakumeit, Botanischer Garten München-Nymphenburg

Text: Ehrentraud Bayer

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