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Botanischer Garten München-Nymphenburg

Duft- und Kosmetikpflanzen

Pflanzliche Öle sowie Duft- und Farbstoffe aus Pflanzen dienten dem Menschen schon immer zur Pflege von Haut und Haar. Oder sie wurden, wie im alten Ägypten, zur Einbalsamierung der Toten verwendet.

Auch heute noch entnehmen die Menschen aus dem reichen Schatz der Natur Pflanzen zur Parfümherstellung oder für kosmetische Zwecke. Die natürlichen Produkte erfreuen sich weithin großen Interesses und sind keineswegs durch synthetisch hergestellte Substanzen ersetzt worden.

Viele Duftstoffe, wie die meisten ätherischen Öle, werden nach wie vor direkt aus den Pflanzen gewonnen. Man denke nur an die riesigen Lavendelfelder in Südfrankreich zur Gewinnung von Lavendelöl. Sehr beliebt sind auch die Haut pflegende, fette Öle, die aus Früchten oder Samen gewonnen werden.

Zu den bekanntesten kosmetisch eingesetzten Ölen zählen u.a. das Mandel- und Olivenöl sowie das Kokos- und Avocadoöl, das ölartige Wachs des Jojoba-Strauches, ebenso die Kakaobutter. Auffällig in Mode gekommen sind in letzter Zeit die schon lange bekannten pflegenden Substanzen, die aus den Blättern von Aloe vera gewonnen werden. Von den färbenden Substanzen ist derzeit sicherlich das bei uns als rot färbendes Haarfärbemittel genutzte Henna am meisten in Mode. Es wird aus den Blättern des gleichnamigen Strauches gewonnen.

Wer mehr über die Duft- und Pflegestoffe aus Pflanzen erfahren möchte, der sei herzlich eingeladen in den Botanischen Garten zur Führung am Sonntag, dem 27. Januar 2008 um 10.00 Uhr. Frau Dr. Kathrin Kurbasik zeigt bei einem Rundgang durch die Gewächshäuser die entsprechenden Pflanzen und erläutert Inhaltsstoffe und Anwendungen. Die Teilnahme an der Führung selbst ist kostenlos; es muss lediglich der Eintritt in die Gewächshäuser entrichtet werden.

Kommen Sie! Ein Besuch im Botanischen Garten lohnt sich immer.

 

Rosmarinus officinalis 1

Rosmarinus officinalis
Der Rosmarin, Rosmarinus officinalis, zählt zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Diese Pflanzenfamilie zeichnet sich durch ihren hohen Gehalt an ätherischen Ölen in Stängeln, Blättern und Blüten aus. Daher werden Vertreter dieser Familie, wie z.B. der Lavendel, die Melisse oder die Patschouli-Pflanze, oft zur Gewinnung von Parfümstoffen genutzt und kultiviert.

Die ätherischen Öle des Rosmarins verleihen der Pflanze einen stark aromatischen Geruch und einen harzigen, etwas bitteren Geschmack. Rosmarin war Bestandteil des berühmten "Ungarischen Wassers", das nach Königin Elisabeth von Ungarn (etwa 1293 bis 1336) benannt ist. Es heißt, dass sie ihre jugendliche Schönheit dank dieses Parfüms zeit ihres Lebens bewahrte. Rosmarinöl ist auch im Kölnisch Wasser enthalten.

Rosmarinus officinalis 2

Rosmarinus officinalis 3

 

 

Fotos: Anja Holbaum und Rieke Jakumeit, Botanischer Garten München-Nymphenburg

Text: Ehrentraud Bayer, Botanischer Garten München-Nymphenburg

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