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Botanischer Garten München-Nymphenburg

Ensalada de frutas y otras plantas exóticas

Führung zu den tropischen Nutzpflanzen in spanischer Sprache für Familien mit Kindern ab 6 Jahren

El 12 de octubre se conmemora la fecha en que la expedición de Cristóbal Colón, en 1492, descubrió Ámerica. Desde entonces se ha considerado esta fecha como un día memorable en que se inició el contacto entre Europa y América, llamado también "encuentro de dos mundos", el que transformó las vidas tanto de europeos como de americanos.

Por esta razón, durante el mes de octubre, el Jardín Botánico München-Nymphenburg le invita a participar de dos visitas guiadas en español en las que tanto niños como adultos podrán conocer y observar plantas de frutos como el cacao, anana y coco entre otras.

Al finalizar el tour los niños podrán aplicar sus conocimientos resolviendo puzles y laberintos (ambas actividades para niños mayores de 5 años).

Esperemos que lo difruten.

 

Ein für die Weltbevölkerung folgenreiches Datum ist der 12. Oktober 1492. An diesem Tag betraten Christoph Columbus und seine Gefährten erstmals amerikanischen Boden, genauer eine Insel der Bahamas. Columbus taufte sie San Salvador.

Im Zuge der weiteren Entdeckung und Eroberung Amerikas, der Neuen Welt, gelangten zahlreiche von den amerikanischen Ureinwohnern kultivierte Nutzpflanzen nach Europa. Das Nahrungsangebot und die Trink- und Essensgewohnheiten der Europäer wurden dadurch völlig verändert. Heute zählen Tomaten, Paprika, Kürbisse, Bohnen, Mais und Kartoffeln wie selbstverständlich zu unserem Speisezettel. Ebenso schätzen wir Kakao und Schokolade, Gewürze wie Vanille, Piment und Chili sowie Erdnuss, Ananas, Papaya, Avocado, Kapstachelbeere oder Guave. Alle diese Nutzpflanzen stammen aus Amerika.

Umgekehrt gelangten auch aus der Alten Welt Nutzpflanzen nach Amerika. So wird heute der ursprünglich in Äthiopien beheimatete Kaffee vorwiegend in Mittel- und Südamerika angebaut. Das Gleiche gilt für das Zuckerrohr, das über Indien und Arabien nach Spanien kam und von dort aus in die Neue Welt verfrachtet wurde, wo es heutzutage auf enorm großen Flächen angebaut wird. Viele weitere tropische und subtropische Nutzpflanzen werden heute fernab von ihren Ursprungsländern in Amerika kultiviert. So stammt die bei uns vorwiegend aus amerikanischen Kulturen zu uns kommende Banane aus Südostasien, ebenso wie die Mango.

Weltweit ist zu beobachten, dass sich auf Grund von wirtschaftlichen Gesichtspunkten der Anbau von vielen Nutzpflanzen aus ihrem Ursprungsland in fremde Länder verlagert hat. Nur wenige Nutzpflanzen-Arten sind von Natur aus über die ganze Welt verteilt. Dazu zählt auf jeden Fall die Kokospalme, die sich auf Grund der Schwimmfähigkeit ihrer Früchte an den Küsten der gesamten Tropen verbreitet hat.

Wer Lust hat, zusammen mit seinen Kindern (ab 6 Jahren) mehr über Nutzpflanzen aus und in Amerika zu erfahren und gleichzeitig sein Spanisch üben möchte, der sei herzlich eingeladen zur Führung am Sonntag, dem 7. Oktober 2007, um 14.00 Uhr im Botanischen Garten München-Nymphenburg. Anschließend an die Führung gibt es Gelegenheit, das eigene Wissen anhand eines Puzzles (in deutscher Sprache) zu testen. Führen wird Frau Alejandra Rodríguez. Sie kommt aus Chile und ist derzeit am Botanischen Garten tätig.

Wir wünschen viel Spaß!

 

Ananas comosus 1

Ananas comosus

Die nur aus Kultur bekannte Ananas stammt aus den Tropen Brasiliens. Schon bald nach der Entdeckung Amerikas brachten Spanier und Portugiesen die Pflanze in die Alte Welt. Man weiß, dass sie bereits 1505 auf St. Helena und ab 1550 in Indien angepflanzt wurde. Heute ist der Ananas-Anbau in den gesamten Tropen verbreitet.

Im spanischen Sprachgebrauch wird die Ananas ananá oder piña genannt. Erstere Bezeichnung leitet sich vom indigenen Namen naná ab, der aus der Indianersprache Guarani kommt. Piña ist Spanisch, bedeutet ursprünglich Kiefernzapfen und bezieht sich auf das an einen großen Zapfen erinnernde Aussehen und die Form der Ananas.

Die Ananas ist eine Sammelfrucht: aus den Blüten eines ährigen Blütenstandes entwickeln sich samenlose, miteinander zur bekannten Ananasform verwachsene Beeren.

Ananas comosus zählt zur Familie der Bromeliengewächse, der Bromeliaceae.

Ananas comosus 2

 

Cocos nucifera

Cocos nucifera

Die Blätter der Kokospalme, üblicherweise als Wedel bezeichnet, zeigen unverkennbar ihre Zugehörigkeit zur Familie der Palmen, der Palmae, synonym Arecaceae.

Diese vielfach nutzbare Pflanze liefert aus Stamm, Blättern oder Frucht Bau- und Abdeckungsmaterial, sie dient zur Fasergewinnung, zur Gefäßherstellung und als Nahrungsmittel.

Die Frucht, botanisch gesehen eine Steinfrucht, deren Kern als "Kokosnuss" bezeichnet wird, ist salzwasserresistent und kann nachweislich bis zu 4500 km weit durch Meeresströmungen verdriftet werden. Die ursprüngliche Heimat dieser weltweit in Küstengebieten der Tropen verbreiteten Palme ist nicht bekannt. Da viele mit Cocos nucifera verwandte Palmenarten heute in Südamerika vorkommen, könnte man dort die Heimat der Kokospalme vermuten. Gesichert ist die Annahme jedoch nicht.

Auf Spanisch heißt die Kokosnuss (nuez de) coco, die Kokospalme cocotero.

 

Musa-Arten

Musa-Arten

Familie Musaceae

Bananen wurden schon in vorgeschichtlicher Zeit vom Menschen genutzt. Als Urheimat wird nach dem heutigen Stand der Wissenschaft Südostasien angesehen. Morphologisch gesehen ist die Bananenpflanze kein Baum, sondern eine Staude mit einem hohlen Scheinstamm, der aus dem unteren Teil der Blätter, den hier steifen Blattscheiden gebildet wird. Der obere Teil der Blätter, die Spreite, kann bis zu 6 m lang werden. Sie wird zum Dachdecken, als Regenschutz und als Verpackungsmaterial genutzt. Die Bananenstaude wächst aus einem unterirdischen knolligen Erdspross (Rhizom) hervor.

 

Obstbananen

Obstbananen zählen zu den weltwirtschaftlich bedeutendsten Früchten. Es existieren zahlreiche Sorten. Geerntet werden Bananen im grünen vorreifen Zustand. Später werden sie im Verbraucherland durch Äthylenbegasung zur Reife gebracht. Dabei wird in den Obstbananen die in der Frucht enthaltene Stärke zu Zucker umgewandelt. Morphologisch gesehen ist die Banane eine Beerenfrucht. Kulturbananen enthalten keine Samen; lediglich die dunklen Punkte im Fruchtfleisch weisen auf die ursprüngliche Existenz von Samen hin.

Bananen zählen zu den beliebtesten Früchten der Deutschen. Das zeigt sich auch im Botanischen Garten, wo die bereits unreifen Bananen durch ein Netz vor dem unerlaubten Zugriff der bananenfreudigen Besucher oder Besucherinnen geschützt werden müssen.

Im spanischen Sprachgebrauch heißt die Banane plátano oder banana.

 

 

Fotos: Rieke Jakumeit (Ananas) und Franz Höck (übrige Bilder), Botanischer Garten München-Nymphenburg

Spanischer Text: Alejandra Rodríguez

Deutscher Text: Ehrentraud Bayer

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