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Botanischer Garten München-Nymphenburg

Sumpfzypressen und Zypressen

Frühling! Überall im Garten macht er sich bemerkbar: Schlüsselblumen, Primeln, Narzissen und die ersten Tulpen stehen in Blüte, und so mancher Strauch zeigt bereits zarte grüne Blättchen oder hat sich mit Blüten behängt.

In Blüte stehen auch einige Nadelbäume, so z.B. Vertreter aus der Familie der Zypressengewächse, der Cupressaceae. Allerdings bemerkt sie kaum einer, denn ihre Blüten sind vergleichsweise unscheinbar. Sieht man sie sich jedoch etwas näher an, entdeckt man, wie hübsch sie sind.

So sind bei der Scheinzypresse, Chamaecyparis, die Enden der Zweige derzeit ein klein wenig verdickt und braun, rot, dunkelblau oder hellgelb gefärbt. Es handelt sich hierbei um die männlichen Blüten der Scheinzypresse. Stößt man mit dem Finger ein wenig an die gelben Enden, entsteht eine kleine Staubwolke - es ist der Blütenstaub, der bei den Scheinzypressen, wie übrigens bei der gesamten Nadelbaumverwandtschaft, durch den Wind verbreitet wird.

Von den neuen weiblichen Blüten ist so recht noch nichts zu erkennen. Dafür kann man die Exemplare aus dem Vorjahr studieren. Bei den weiblichen Blüten handelt es sich nämlich bei der Scheinzypresse um wohlgeformte kleine Zapfen. Die Zapfenschuppen sind geöffnet, da die Samen bereits herausgefallen sind.

Die Scheinzypresse, wie z.B. die Art Chamaecyparis lawsoniana, wie sie auch im Botanischen Garten München-Nymphenburg zu finden ist, gehört übrigens zu den nordamerikanischen Waldbäumen, die ein sehr dauerhaftes Holz liefern. Auch andere Vertreter der Familie der Zypressengewächse sind als Holzlieferanten interessant.

Wer mehr über Zypressen (Cupressaceae) und auch Sumpfzypressen (Taxodiaceae) erfahren möchte, der sei herzlich eingeladen zu der am Sonntag, dem 25. März 2007, um 10.00 Uhr stattfindenden Führung von Herrn Volkmar Zimmer im Botanischen Garten München-Nymphenburg.

Der Holzkünstler Volkmar Zimmer wird dabei nicht nur die Bäume zeigen und viel Spannendes und Wissenswertes über die Zypressen- und Sumpfzypressengewächse erzählen, sondern - wie bei seinen Führungen üblich - auch Holzmuster der jeweiligen Bäume präsentieren.

Kommen Sie! Ein Besuch im Botanischen Garten lohnt sich immer.

 

Chamaecyparis lawsoniana 1

Chamaecyparis lawsoniana, Lawsons Scheinzypresse, ist eine aus dem Westen Nordamerikas stammende Nadelbaumart. Sie heißt daher auch Oregon Cedar. Abgebildet ist die im Arboretum neben dem Birkenstück wachsende Sorte 'Fraseri'. Der kleine Zapfen, die ehemalige weibliche Blüte, stammt aus dem Vorjahr. Die dunkelblauen Zweigspitzen sind die noch nicht aufgeblühten männlichen Blüten.

 

Chamaecyparis lawsoniana 2

Chamaecyparis lawsoniana ist die größte Art ihrer Gattung. Sie kann in der Wildnis bis zu 65 m hoch werden und 2 m Stammdurchmesser ereichen. Sie wird bis zu 600 Jahre alt.

 

Chamaecyparis lawsoniana 3

Chamaecyparis lawsoniana zählt zur Familie der Cupressaceae (Zypressengewächse). Die Bezeichnung der Art bezieht sich auf Peter Lawson, der 1854 in Edinburgh die ersten dieser Scheinzypressen in Europa aus Samen zog. Zu sehen sind die bei diesem Exemplar leuchtend rot gefärbten männlichen Blüten.

 

Chamaecyparis nootkatensis

Eine weitere Scheinzypressenart aus dem westlichen Nordamerika ist Chamaecyparis nootkatensis. Hier die Sorte 'Compacta'. Im Englischen wird die Nootka-Scheinzypresse ihres gelben, aromatisch duftenden Kernholzes wegen auch als Yellow Cedar oder Yellow Cypres bezeichnet. Ihr Verbreitungsgebiet reicht bis nach Alaska. Der Name geht zurück auf den Nootka-Sund, einer Meerenge an der Westseite der Insel Vancouver. Dieser wiederum ist nach den Nootka, den Ureinwohnern der Insel, benannt. Abgebildet sind Zweige mit endständigen, gelben, männlichen Blüten.

 

 

Fotos: Anja Holbaum, Botanischer Garten München-Nymphenburg

Text: Ehrentraud Bayer

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