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Botanischer Garten München-Nymphenburg

Sumpfzypressen und Zypressen

Zypressengewächse (Cupressaceae)

Mit Zypressengewächsen hat hierzulande ganz bestimmt schon jeder einmal Bekanntschaft gemacht.

Man denke nur an die fast allgegenwärtigen Thuja-Hecken, die viele unserer Gärten umgeben. Lebensbaum lautet die deutsche Bezeichnung dieser Gattung, die in Nordamerika und Ostasien beheimatet ist. Würde man die Thuja-Hecken übrigens nicht beschneiden, würden sie sich zu stattlichen Bäumen entwickeln.

Der Wacholder ist ein weiterer Vertreter der Zypressengewächse, den man häufig als Garten-Ziergehölz und auch in der heimischen Flora findet.

Ein weiterer sehr bekannter Vertreter der Zypressengewächse ist die Zypresse selbst. So prägt die Mittelmeer-Zypresse (Cupressus sempervirens) in ihrer charakteristischen pryramidenförmigen Wuchsform regional das Landschaftsbild südeuropäischer Länder.

Sumpfzypressengewächse (Taxodiaceae)

Weniger bekannt ist dagegen die Familie der Sumpfzypressengewächse (Taxodiaceae) sein. Diese hatten - wie man von Fossilien weiß - ihre größte Ausdehnung und Entfaltung in längst vergangenen Erdepochen, nämlich im Tertiär und in der Kreidezeit. Um so interessanter und beeindruckender sind die heute noch vorhandenen Restvorkommen.

Dazu zählen nämlich die nordamerikanischen Mammutbäume. Zum einen der Immergrüne Mammutbaum, auch Küstensequoia oder Redwood (Rotholz) genannt (Sequoia sempervirens). Zum anderen der Riesenmammutbaum, Sequoiadendron giganteum, der zu den ältesten, größten und beeindruckendsten Bäumen der Erde zählt. Riesenmammutbäume können 4000 oder sogar 5000 Jahre alt werden, haben einen Stammdurchmesser von bis zu 12 m und werden über 100 m (max. bis 135 m) hoch.

Ebenfalls in Amerika beheimatet ist die Sumpfzypresse (Taxodium) selbst. Die bekannteste Art, die in Europa auch als Parkbaum gepflanzt wird, ist Taxodium distichum, die Sumpfzypresse. Im Herbst verfärben sich ihre hellgrünen Nadeln rotbraun. Ihr dauerhaftes, weiches Holz findet als Bauholz und für Eisenbahnschwellen Verwendung.

Nahe verwandt mit der Sumpfzypresse ist eine weitere Art: Urweltmammutbaum oder Chinesische Wasserfichte lauten die deutschen Bezeichnungen, Metasequoia glyptostroboides ist der wissenschaftliche Artname. Dieser sommergrüne Baum war zunächst nur fossil bekannt. Erst 1945 entdeckte man in China noch lebende Vertreter, was einer botanischen Sensation gleichkam.

Wer mehr über diese beiden höchst interessanten Nadelbaumfamilien erfahren möchte, der sei zu der am Sonntag, dem 28. Januar 2007, um 10.00 Uhr stattfindenden Führung von Herrn Volkmar Zimmer im Botanischen Garten München-Nymphenburg herzlich eingeladen.

Der Holzkünstler Volkmar Zimmer wird dabei nicht nur die Bäume zeigen und viel Spannendes und Wissenswertes über die Zypressen- und Sumpfzypressengewächse erzählen, sondern - wie bei seinen Führungen üblich - auch Holzmuster der jeweiligen Bäume präsentieren.

Ein Besuch im Botanischen Garten lohnt sich immer. Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

 

Bilder:

Gewöhnlicher Wacholder, Machandelbaum
Juniperus communis
Familie: Cupressaceae (Zypressengewächse)

 

Wacholder 1

Bild 1: Die Abbildung zeigt den unreifen, noch grünen Beerenzapfen des Wacholder.

 

Wacholder 2

Bild 2: Zu sehen ist der charakteristische, bei der Reife blauschwarz gefärbte und bereifte Beerenzapfen des Wacholder.

 

 

Fotos: Anja Holbaum, Botanischer Garten München-Nymphenburg

Text: Ehrentraud Bayer

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