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Botanischer Garten München-Nymphenburg

Zauberpflanzen - Mythologie und Brauchtum

Der Hopfen ist ein sogenannter Alteinwanderer (Archäophyt); er gelangte im 5. Jahrhundert n. Chr. von Osteuropa kommend zu uns. Heute kommt der Hopfen bei uns wild auf frischen, feuchten und nährstoffreichen Böden vor, wie z.B. in Auwäldern oder an Hecken und Waldrändern. Als Kulturpflanze ist er weltweit verbreitet und wird in allen gemäßigten Zonen der Erde kultiviert; er benötigt zum Gedeihen jedoch guten Boden und bevorzugt sommerwarme Lagen. Eines der bekanntesten Hopfenanbaugebiete ist die Hallertau in Bayern. Ob der Hopfen eine Zauberpflanze ist, darüber gibt es unterschiedliche Meinungen. In Bayern jedenfalls ist man von der Zauberkraft dieser Pflanze überzeugt, weiß man doch, daß das magische Aroma des Bieres erst durch den Zusatz von Hopfen zustande kommt.

 

Gewöhnlicher Hopfen, Hopfen
Humulus lupulus
Familie: Cannabaceae (Hanfgewächse)

Hopfen 1

Der Hopfen ist eine sommergrüne, mehrjährige Kletterstaude. Die kletternden Sprosse erreichen eine Länge von 6 bis 8 Metern und sind mit feinen, haarartigen Widerhaken besetzt. Die Sprosse sind im Gegensatz zu denen vieler anderer Kletterpflanzen rechtswindend.

 

Hopfen 2

Charakteristisch für den Hopfen sind die langgestielten, am Grund herzförmigen, 3- bis 5-lappigen Blätter. Sie sind am Sproß gegenständig angeordnet.

 

Hopfen 3

Der Hopfen ist zweihäusig, das heißt: männliche und weibliche Blüten befinden sich auf unterschiedlichen Individuen.

 

Literatur:

Bickel-Sandkötter, S. 2001: Nutzpflanzen und ihre Inhaltsstoffe. 1. Auflage.

Düll, R. & Kutzelnigg, H. 2005: Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands. 6. Auflage.

 

 

Fotos: Anja Holbaum, Botanischer Garten München-Nymphenburg

Text: Ehrentraud Bayer

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