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Botanischer Garten München-Nymphenburg

Dienstag, 29. August 2006
Abendöffnung der Schaugewächshäuser
mit Führungen um 18.30 Uhr und 20.30 Uhr

  • Hexenpflanzen
    Führung von Frau Dr. Michaela Binder
    Treffpunkt: 18.30 Uhr vor dem Gewächshauseingang
  • Beziehungskisten - Beispiele für Lebensgemeinschaften Pflanze/Tier
    Führung von Frau Dipl.-Biol. Gertraud Beck
    Treffpunkt: 18.30 Uhr vor dem Gewächshauseingang
  • Die geheime Welt der Schwärmerblumen
    Führung von Herrn Dipl.-Biol. Thassilo Franke
    Treffpunkt: 20.30 Uhr vor dem Gewächshauseingang
  • Engelstrompete und Antillen-Pfeiffrosch
    Führung von Herrn Dr. Ludwig Beenken
    Treffpunkt: 20.30 Uhr vor dem Gewächshauseingang

Bitte Taschenlampe mitbringen!

Bitte beachten: Die Ausstellung Hexen- und Zauberpflanzen ist während der Abendöffnung (ab 18.30 Uhr) nicht zugänglich.

Heuer neu: Das Café ist am Abend der Abendöffnung bis 22.00 Uhr geöffnet!

Fledermäuse und Frösche haben ihren großen Auftritt, wenn es dämmerig wird im Botanischen Garten. Lautlos, zumindest für das menschliche Ohr, gleiten erstere durch die Lüfte und zeigen ihre Flugkünste über dem abendlichen Schmuckhof. Über zweitere läßt sich das Gegenteil berichten. Lautlosigkeit ist nicht ihr Stil, ganz im Gegenteil: des Abends sind sie nicht zu überhören, ihr Pfeifgesang füllt das ganze Palmenhaus! Sehen kann man sie jedoch nicht. Oder nur mit viel Glück. Die eher unscheinbaren, kleinen Frösche sitzen nämlich gut getarnt in der Mitte großer Blätter oder schmiegen sich in Blattachseln. Kommt man ihnen zu nahe und sie bemerken es, stellen sie ihr Pfeifen sofort ein. Die amphibischen Künstler musizieren lieber unerkannt, aber dafür ausdauernd, gleichbleibend melodisch und - ohne Gage!

Zu den dämmerungs- und nachtaktiven Tieren zählen auch Nachtschmetterlinge und Schwärmer. Letztere sind spezialisiert auf langröhrige Blüten, die gegen Abend zu duften beginnen oder sich erst dann öffnen. Zu den sogenannten Schwärmerblumen zählen Nachtkerzen (Oenothera), Ziertabak-Arten (Nicotiana), Petunien (Petunia) und die Wunderblume (Mirabilis).

Wer die Abendstimmung im Botanischen Garten (in den Schaugewächshäusern, im Schmuckhof, im Café) genießen möchte, bei interessanten Führungen zu verschiedenen Themen mitmachen will und die Bekanntschaft mit dämmerungs- und nachtaktiven Pflanzen und Tieren sucht, der sei herzlich eingeladen, am Dienstag, dem 29. August 2006, zur Abendöffnung (bis 22.00 Uhr) in den Botanischen Garten zu kommen.

Die Antillen-Pfeiffrösche üben bis dahin täglich und werden Sie im Gewächshaus mit einem ganz besonders schönen (Frosch-) Konzert erfreuen!

 

Schmuckhof

Wunderschön ist derzeit der Schmuckhof: Dahlien (zahlreiche alte und neue Dahlia-Sorten), Spinnenblumen (Cleome spinosa), das Indische Blumenrohr (Canna indica), Tagetes und anderes mehr stehen in voller Blütenpracht. Ein Spaziergang in diesem prachtvoll blühenden Bereich ist jetzt zu jeder Tageszeit ein Erlebnis!

 

Oenothera glazoviana

Typische Schwärmerblumen finden sich bei vielen Arten der Gattung Oenothera. Ihre Blüten öffnen sich erst am späten Nachmittag und beginnen dann zu duften, was auf eine Bestäubung durch Nachtschmetterlinge hinweist. Die deutsche Bezeichnung Nachtkerze spiegelt dies ebenfalls wider. Die Gattung ist in Nord- und Südamerika heimisch; einige Sippen sind jedoch schon seit langem in Europa eingebürgert. Die Abbildung zeigt Lamarcks Nachtkerze, Oenothera glazoviana; ihre Herkunft ist unbekannt (Führung: Die geheime Welt der Schwärmerblumen).

 

Victoriahaus

Tropenpracht, die nur im Sommer zu sehen ist: das Victoriahaus mit tropischen Riesenseerosen und anderen wärme- und feuchtigkeitsliebenden Pflanzen.

 

Mirabilis jalapa

Mirabilis jalapa, die Wunderblume, ist weit verbreitet im Mittelmeerraum und anderen warmen Regionen. Sie ist nur als Gartenpflanze bekannt; ihr Ursprung liegt vermutlich in Mexiko. Sie wird auch Vieruhrblume genannt, da sich ihre Blüten erst am Nachmittag öffnen und dann zu duften beginnen. Dies und ihre lange Blütenröhre deuten auf eine Bestäubung durch Nachtschwärmer hin (Führung: Die geheime Welt der Schwärmerblumen).

 

 

Fotos: Anja Holbaum, Botanischer Garten München-Nymphenburg

Text: Ehrentraud Bayer

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