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Botanischer Garten München-Nymphenburg

Zauberpflanzen - Mythologie und Brauchtum

Dunkelgrüne, gefiederte Blätter und leuchtend gelbe, knopfartige Blütenköpfchen sind typisch für den Rainfarn, der bei uns an Bahndämmen und Wegrändern zu finden ist. Die Pflanze enthält ätherische Öle, u.a. Thujon, Bitterstoffe, Gerbstoffe und Flavonoide. Sie ist als Giftpflanze einzustufen. Zerreibt man die Blätter, so strömen sie einen starken Geruch aus. Der Rainfarn galt deshalb als hexenwidrig. Er wurde als Gegenzaubermittel, also als Beschrei- und Berufekraut, eingesetzt, um böse Geister, Hexen, Krankheiten und Verwünschungen – insbesondere von Kindern – fernzuhalten. In früheren Zeiten wußte man auch zu berichten, daß Rainfarnkraut - am Johannistag in die Schuhe gesteckt – unsichtbar macht. Das galt aber nur für den Johannistag (24. Juni). Dieses Jahr wird man also nicht mehr ausprobieren können, ob dieser alte Zauber noch gilt.

 

Tanacetum vulgare 1

Rainfarn, Tanacetum vulgare, syn. Chrysanthemum vulgare, Familie: Körbchenblütler (Asteraceae)

 

Tanacetum vulgare 2

Rainfarn, Tanacetum vulgare, syn. Chrysanthemum vulgare, Familie: Körbchenblütler (Asteraceae)

 

 

Fotos: Anja Holbaum, Botanischer Garten München-Nymphenburg

Text: Ehrentraud Bayer

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