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Botanischer Garten München-Nymphenburg

Baldrian, Dost und Dill - kann die Hex nicht wie sie will!

Valeriana officinalis

Im Mittelalter glaubte man, daß Räuchern mit Baldrian den Teufel und die Hexen vertreiben würde. Heute nutzt man die Inhaltsstoffe des Baldrians, um Nervosität und Unruhe zu verscheuchen. Der Name Baldrian geht vermutlich auf den germanischen Gott Baldur zurück, dem das Kraut geweiht war. Weitere Namen sind Mondwurz, Elfenkraut und Katzenkraut. Der wissenschaftliche Artname ist Valeriana officinalis.

 

Anethum graveolens 1

Dill ist heute ein beliebtes Küchengewürz und eine ihrer zartgliedrigen, gelbblütigen Dolden und feinen Blätter wegen geschätzte Beetpflanze.

 

Anethum graveolens 2

Früher wußte man die Zauberkraft des Dills zu schätzen. Dill half gegen Hexen und gegen die Verzauberung des Viehs, und wer vor Gericht stets Recht bekommen wollte, mußte sich Dill mit Haberstroh in die Schuhe stecken: "Vor Haberstroh und Dill, da schweigen die Gerichtsherrn still". Ob dieses probate Mittel allerdings heute noch hilft, muß bezweifelt werden. Der wissenschaftliche Artname ist Anethum graveolens.

 

 

Foto: Franz Höck, Botanischer Garten München-Nymphenburg

Text: Ehrentraud Bayer

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