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Botanischer Garten München-Nymphenburg

Narzissen, Veilchen und andere Pflanzen in den Werken von William Shakespeare

Eine ganz besondere Frühlingsführung findet am zweiten Aprilsonntag im Botanischen Garten statt. Frau Dr. Gabriele Kisser-Priesack hat sich dazu in die Werke von William Shakespeare vertieft.

Sie schreibt: "William Shakespeare verbrachte seine Jugend auf dem Lande. Er kannte die Pflanzen, die auf den Feldern und Wiesen um Statford wuchsen. Häufig beschrieb er diese Pflanzen in seinen Stücken und betonte damit ihren volkstümlichen Charakter. Zu seiner Zeit, im 16. Jahrhundert, galten Kräuter als Mittel gegen die Pest und andere Krankheiten. Die Menschen versuchten, sich mit Kräutern, die sie in Duftkugeln bei sich trugen, zu schützen."

Zu den Pflanzen, die Shakespeare kannte und erwähnte, zählen die Osterglocken, die Schlüsselblumen, das Buschwindröschen und noch viele weitere. Welche das sind, können Sie bei der Führung von Frau Dr. Gabriele Kisser-Priesack erfahren: am Sonntag, dem 9. April 2006, um 10.00 Uhr.

 

Narcissus pseudonarcissus

Narcissus pseudonarcissus, Gelbe Narzisse, Trompeten-Narzisse, Osterglocke
Diese formenreiche Narzissen-Art wurde bereits im 16. Jahrhundert als Zierpflanze in Gärten gezogen. Sie ist die einzige auch in Deutschland, z.B. im Hunsrück und in der Eifel, urspünglich wild vorkommende Narzissen-Art. Sie ist äußerst selten und steht unter Naturschutz.

Narcissus poeticus

Narcissus poeticus, Weiße Narzisse, Dichter-Narzisse
Diese aus Südeuropa stammende Narzissen-Art wurde in Mitteleuropa bereits im 16. Jahrhundert als Gartenblume geschätzt. Sie ist mancherorts in Deutschland verwildert und steht unter Naturschutz.

Garten-Narzissen

Garten-Narzissen
Die meisten der heutigen Garten-Narzissen stammen von der Gelben Narzisse (Narcissus pseudonarcissus) ab. Aus der Wildart entwickelte sich Laufe der Zeit durch Züchtung und Kreuzung mit anderen Narzissen-Arten eine unüberschaubare Anzahl an Sorten, die sich in Färbung, Gestalt und Größe der Blüte unterscheiden. Alles in allem kennt man heute 23.000 unterschiedliche Narzissen-Sippen.

 

 

Fotos: Franz Höck, Botanischer Garten München-Nymphenburg

Text: Ehrentraud Bayer

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