Faszination Sukkulent

Zeichnungen aus dem Botanischen Garten von Friederike Joens, Tatjana Brenner, Doris Pfeiffer, Teresa Silva, Claudia Ibler

10. November bis 10. Dezember 2017
Gemälde-Ausstellung im Grünen Saal (Haus 7 der Schaugewächshäuser)

Öffnungszeiten
täglich von 9 bis 16 Uhr

Eintrittspreis
Die Ausstellung ist im Eintrittspreis in den Botanischen Garten inbegriffen.


Doris Pfeiffer: Kakteen und Agave

Claudia Ibler: Kalanchoe

Eine Gruppe von Zeichnerinnen, die sich das ganze Jahr über zum Zeichnen im Botanischen Garten trifft, begeistert sich vor allem für die Sukkulenten. Diese spezielle Pflanzengruppe speichert in ihren Blättern oder im Stamm Wasser, um Trockenzeiten zu überdauern. Vertreter aus ganz unterschiedlichen Pflanzenfamilien zählen zu diesen Überlebenskünstlern trockener Standorte. Kakteen, Dickblattgewächse, Agaven und Aloen zählen dazu.

Friederike Joens, Tatjana Brenner, Doris Pfeiffer, Teresa Silva und Claudia Ibler haben für die Ausstellung mit dem Titel „Faszination Sukulent“ eine Auswahl ihrer Zeichnungen zusammengestellt. Ergänzend werden im Ausstellungsraum lebende Anschauaungsobjekte aus der reichhaltigen Sukkulentensammlung des Botanischen Gartens gezeigt. Die meisten der auf den Zeichnungen dargestellten Sukkulenten sind zudem in den benachbarten Gewächshäusern zu sehen, sie werden durch ein kleines Schild gekennzeichnet sein.

Wer Fragen an die Künstlerinnen hat oder beim Zeichnen zusehen möchte, hat dazu an folgenden Terminen Gelegenheit: jeweils Dienstag 10 – 14 Uhr, Mittwoch 13:30 – 16 Uhr, Donnerstag 14 – 16 Uhr, Samstag 10 – 12 Uhr und Sonntag 14 – 16 Uhr

Text: Ehrentraud Bayer, Botanischer Garten München-Nymphenburg



Claudia Ibler: Agave isthmenis

Faszination Sukkulent – Zeichnungen aus dem Botanischen Garten

Claudia Ibler

Wir sind eine Gruppe von Zeichnerinnen aus München, die sich das ganze Jahr über zum Zeichnen im Garten trifft. Der Wunsch, durch Zeichnen die Natur zu verstehen, bringt uns jeden Mittwoch hier zusammen und macht diesen Wochentag zu einem besonderen Tag an einem besonderen Ort. Jeder hat seinen eigenen Stil, durch das gemeinsame Zeichnen inspirieren wir uns gegenseitig.
Unsere Bilder entstehen direkt im Botanischen Garten, wir zeichnen also nicht von Fotos oder sonstigen Vorlagen ab. Als Materialien kommen verschiedene Papiere und u.a. Graphit, Kohle, Aquarellstifte, Kreiden oder Tusche zum Einsatz.

Das Reizvolle am Botanischen Garten ist die Vielzahl der sich bietenden Motive, die sich mit dem Wechsel der Jahreszeiten immer wieder verändern. Im Winter stehen uns die großartigen Gewächshäuser zur Verfügung, in denen man auch bei ungünstigen Witterungsverhältnissen zeichnen kann. Hier begeistern uns vor allem die Sukkulenten, die in mehreren Hallen gezeigt werden. Sie sind als wasserspeichernde Pflanzen wahre Überlebenskünstler der Natur und können somit in den unwirtlichsten Gegenden dieser Erde wachsen und sich fortpflanzen. Sie lassen sich in viele verschiedene Familien unterscheiden – die bekanntesten sind sicherlich die Kakteen und Aloen – und entsprechend vielfältig sind ihre Pflanzenformen. Manche der Stammsukkulenten haben eine lustige anmutende Gestalt, die Blattsukkulenten bestechen mit ihren schön geschwungenen Blättern in alle Richtungen. Wenn man dann noch das Glück hat, die Pflanzen eine kurze Zeit im Jahr mit ihren Blüten zu erleben, dann versteht man sicherlich, warum wir so fasziniert sind von den Sukkulenten.

In der Ausstellung im Grünen Saal sind fünf von uns mit ihren Bildern vertreten: Friederike Joens, Tatjana Brenner, Claudia Ibler, Doris Pfeiffer, Teresa Silva.

Internet: www.claudiaibler.de

Friederike Joens

Sukkulenten sind wasserspeichernde Pflanzen. Die wohl bekanntesten Vertreter stellen die Aloen und die Kakteen dar. Sukkulenten sind botanisch widerspenstig, wollen sich nicht so recht in die eine oder andere Kategorie einordnen lassen. Sie sind sehr vielfältig, man findet sie an den erstaunlichsten Orten, unscheinbar oder unübersehbar, raumgreifend oder winzig. Könnte es eine bessere Voraussetzung geben als Vielfalt und Eigensinn für eine zeichnerische Leidenschaft?
Will die Pflanze uns fernhalten, rücken wir ihr mit Stift und Papier zu Leibe. Will sie nicht entdeckt werden, sehen wir genau hin. Entzieht sie sich dem Schönen, entlocken wir es ihr doch.

Blick in die Ausstellung


Die lebenden Pflanzen, die gezeichnet wurden, sind mit einem Schild gekennzeichnet.


Agave sebastiana und Echinocactus grusonii


Euphorbia cooperi