Fürst Pückler – Playboy, Pascha und Visionär

Film von Eike Schmitz und Philipp Griesz

Donnerstag, 8. Oktober 2015 und
Freitag, 9. Oktober 2015


Beginn: 19:15 Uhr, Einlass ab 18:45 Uhr
Ort: Großer Hörsaal im Erdgeschoß des Botanischen Instituts, Menzinger Str. 67, 80638 München
Gäste willkommen – Eintritt frei!

Fürst Pückler, genauer Hermann von Pückler-Muskau (1785 – 1871) war ein begnadeter Parkgestalter und Landschaftskünstler. Eike Schmitz und Philipp Griesz haben ihm einen interessanten und sehr gelungenen Film gewidmet, den die Gesellschaft der Freunde des Botanischen Gartens München e.V. am 8. und 9. Oktober 2015 zeigt. Beginn ist jeweils um 19:15 Uhr, Einlass ist eine halbe Stunde vor Beginn. Der Eintritt ist frei.

Fürst Pückler – Playboy, Pascha, Visionär

Sein Name steht für eine Eiskreation, doch sein Lebenswerk geriet in Vergessenheit. Er war Dandy und Orientreisender und gilt als einer der einflussreichsten Parkgestalter weltweit. Seine Ländereien verwandelte er in grandiose Naturgemälde und begeisterte als Reiseschriftsteller ein Millionenpublikum. Fürst Pückler: der exzentrischste Preuße des 19. Jahrhunderts.


Portrait Fürst Pückler mit dem nach ihm benannten Eis

Als reicher Playboy ist der „tolle Pückler“ ein Star des aufkommenden Boulevardjournalismus. 1817 heiratet er die Tochter des mächtigen preußischen Staatskanzlers Hardenberg. Aus der Zweckheirat entwickelt sich eine Seelenverwandschaft zweier Parkomanen. Für die gemeinsamen Parkvisionen lässt sie sich sogar wieder scheiden und schickt ihn nach England, um eine reiche Partie zu finden. Die Frauensuche scheitert, aber die Briefe an seine Ex-Gattin machen ihn zum meistgelesenen Reiseschriftsteller seiner Zeit.


Stephan Grossmann als Fürst Pückler auf Brautschau in England

Sechs Jahre durchstreift Pückler den Orient, reist unter Lebensgefahr den Nil hinab bis in den heutigen Sudan. Mit ethnologischem Blick und spitzer Feder entdeckt er für sein deutsches Publikum eine exotische Welt, die das Orientbild der Deutschen bis heute prägt.

Fürst Pücklers Vermächtnis sind seine Parks. Er führt die englischen Landschaftsparks des 19. Jahrhunderts zu einem letzten Höhepunkt. Inspiriert von den Ideen der Romantik erschafft er in jahrzehntelanger Arbeit künstliche Bilderwelten enormen Ausmaßes. Seine Vision ist heute, 150 Jahre nach seinem Tod, in seinen Parks in Muskau und Branitz in voller Blüte zu bewundern.

Text: Atlantis Film
Fotos: Eike Schmitz, Atlantis-Film