Urbane Transhumanz

26. Juni bis 20. September 2015
Installation des Münchner Künstlers Walter Kuhn

Ort: Arboretum, südwestlich des Cafés, Richtung Pumpenhaus
(siehe Flyer von Paul Kuhn)

Transhumanz, auf Deutsch Wanderweidewirtschaft, geht auf historische Kulturen von Hirtenvölkern zurück. Es handelt sich dabei nicht um Nomadismus, da die Besitzer der Tierherden nicht unbedingt mitwandern, sondern sesshaft sind und Ackerbau betreiben bzw. andere Berufe ausüben. Mit dem Führen der Herden werden dann Dritte, die Hirten, beauftragt. Auf Grund der zunehmenden Intensivierung der Landwirtschaft ist die Wanderweidewirtschaft in Europa bereits seit dem 19. Jahrhundert im Abnehmen begriffen und heute größtenteils verschwunden.

Der Künstler Walter Kuhn nimmt mit seiner Installation „Urbane Transhumanz“ Bezug auf diese alte Form der Weidewirtschaft. Seine Wander-Installation mit Schafsilhouetten ist vom 26.6. bis zum 20.09.2015 im Botanischen Garten im Arboretum zu sehen. Walter Kuhn hat diese besondere Form der Transhumanz für einen guten Zweck ins Leben gerufen.


Schafe im Botanischen Garten – Urbane Transhumanz – Installation von Walter Kuhn

Foto: Franz Höck, Botanischer Garten München-Nymphenburg

Text: Ehrentraud Bayer, Botanischer Garten München-Nymphenburg
Quelle: https://www.klett.de/alias/1006110