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Botanischer Garten
München-Nymphenburg

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Quinoa – voll im Trend

18. September – 2. November 2014
Ausstellung im Grünen Saal (Haus 7 der Schaugewächshäuser)

Poster konzipiert und realisiert von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, in Zusammenarbeit mit Biodiversity International, durchgeführt im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)


Im Nutzpflanzenrevier kann man im Spätsommer/Herbst fruchtende Quinoa-Pflanzen sehen.

Chenopodium quinoa lautet der wissenschaftliche Name dieser alten Kulturpflanze, die seit etwa 6000 Jahren in vielen Varietäten in den Anden angebaut wird. Die aus der Quechuasprache abgeleitete Bezeichnung Quinoa wird heute auch vielfach im Deutschen verwendet; andere Namen sind Reismelde, Inkakorn, Andenhirse oder Perureis. Quinoa ist eine einjährige krautige Pflanze, deren jungen Blätter als Spinat Verwendung finden. Von größerer Bedeutung ist jedoch die Nutzung der Samen, die alle essentiellen Aminosäuren sowie Vitamine und Mineralien enthalten. Da Quinoa glutenfrei ist, wird es als Getreideersatz genutzt. Quinoa ist eine anpassungsfähige und sehr wertvolle Nahrungspflanze, die an unterschiedliche ökologische Gegebenheiten angepasst ist und auch dort gedeiht, wo Weizen oder andere Getreide nicht wachsen würden, wie etwa auf 4.500 m Höhe oder an salzigen Standorten. Als die spanischen Eroberer kamen, verboten sie der einheimischen Bevölkerung zunächst, diese Pflanze anzubauen. Quinoa spielte lange Zeit keine größere Rolle bis in den 1970er Jahren das Interesse wieder zunahm; heute gilt die schon von den Inkas und anderen Andenvölkern genutzte Art als eine der vielversprechendsten Kulturpflanzen der Menschheit. Die FAO, die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, rief daher das Jahr 2013 als „Internationales Jahr der Quinoa“ aus.

Die vom Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Auftrag gegebene Wanderausstellung mit dem Titel „Quinoa – voll im Trend“ informiert anhand von Postern über Geschichte, Anbau und Verwendung von Quinoa. Die Poster wurden konzipiert und realisiert von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, in Zusammenarbeit mit Biodiversity International, durchgeführt. Die Ausstellung wurde zuletzt im Botanischen Garten Berlin gezeigt und kommt nun nach München in den Botanischen Garten, wo sie ab dem 18. September 2014 gezeigt wird.

Der Besuch der Ausstellung ist im Eintrittspreis in den Botanischen Garten inbegriffen. Dieser beträgt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro vom 19. bis 21.9. und vom 27. bis 5.10.2014, außerhalb dieser Tage 4 Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Die Ausstellung findet im Grünen Saal (Haus 7 der Schaugewächshäuser) statt und ist täglich ab 9 Uhr geöffnet. Im September schließt sie um 17:30 Uhr, im Oktober um 16:30 Uhr und im November um 16 Uhr.

Text: Ehrentraud Bayer, Botanischer Garten München-Nymphenburg
Foto: Franz Höck, Botanischer Garten München-Nymphenburg