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Botanischer Garten
München-Nymphenburg

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Das grüne Fressen

Gouachen von Pflanzen und Tieren
Zeichnungen nach der Natur

Samstag, 12. April 2014 bis Sonntag, 4. Mai 2014
Ausstellung der Künstlergruppe „Die Zeichner“ im Grünen Saal (Haus 7 der Schaugewächshäuser)

Die Ausstellung der Künstlergruppe Die Zeichner, die sich regelmäßig zum gemeinsamen Zeichnen in der Zoologischen Staatssammlung München (ZSM) trifft, hat sich für die Ausstellung im Botanischen Garten einer der wichtigsten Beziehungen zwischen Tieren und Pflanzen angenommen – dem Fressen.
Dabei sieht es auf den ersten Blick so aus, als ob die Pflanzen nur als Futterlieferanten dienten und einzig die Tiere von dieser Pflanzenliebe, die durch den Magen geht, profitieren würden. In den meisten Fällen steckt hinter dem Fressen und Gefressenwerden ein faszinierendes Zusammenspiel zwischen Pflanze und Tier, ohne dass beide davon wissen. Eichhörnchen sammeln Nüsse, vergraben sie und da sie stets einen Teil in der Erde vergessen, tragen sie zur Verbreitung der Nussbäume bei; Hummeln und Bienen holen sich Nektar oder Pollen aus den Blüten und dienen gleichzeitig als Bestäuber; Ameisen verbreiten Samen, die sie sich ins Nest holen, da sie ein fressbares Anhängsel (Elaiosom) tragen und Vögel fressen Beeren, wie etwa die der Mistel, scheiden im Kot die Samen aus und verbreiten sie so.

In der Ausstellung „Das grüne Fressen“, die im Grünen Saal gezeigt wird, sind zahlreiche in Gouache-Technik gemalte, naturnahe Darstellungen zu sehen, die sowohl das Tier als auch die Pflanze in der Fressen- und Gefressenwerden-Beziehung zeigen. Das Spektrum reicht dabei von der Raupe über den Käfer bis zu Vögeln und Säugetieren. Insgesamt sind es sechs Künstlerinnen und Künstler, die hier ihre Werke zeigen. Es sind in alphabetischer Reihenfolge: Anja Bolata, Rudolf Gerer, Michael Jicha, Ruth Moch, Taciana Ottowitz und Barbara Ruppel.

Text: Ehrentraud Bayer, Botanischer Garten München-Nymphenburg