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Botanischer Garten
München-Nymphenburg

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Große Pilz-Ausstellung

Veranstaltet vom Verein für Pilzkunde München e.V.
und dem Botanischen Garten München-Nymphenburg

13. – 15. September 2013
Täglich geöffnet von 9 bis 17:30 Uhr

Ort: Winterhalle des Botanischen Gartens München-Nymphenburg
Menzinger Str. 65, 80638 München

Eintrittspreis: 5 €, ermäßigt 3 €
(Botanischer Garten einschließlich Ausstellung)


Pilze – oder Schwammerl, wie es vertrauter für hiesige Ohren klingt, sind eine hochinteressante, sehr bedeutende, umfangreiche und äußerst vielfältige Gruppe von Lebewesen. Viele Pilzarten, die als Pilzgeflecht, fachsprachlich als Myzel bezeichnet, im Boden oder in morschen Bäumen leben, werden von uns erst wahrgenommen, wenn sie mit ihren so genannten Fruchtkörpern an die Oberfläche treten. Diese können sehr klein oder groß, konsolenartig oder in Stiel und Hut gegliedert sein oder dem Untergrund anliegen und in verschiedenen Farben auftreten. Besonders interessant ist es für uns zu erfahren, ob die Schwammerl giftig oder genießbar sind. Das verraten uns neben dem Namen kleine Schildchen an den jeweiligen Pilzen in der Ausstellung. Es werden wieder mehrere hundert Arten sein, die von den Mitgliedern des Pilzvereins zusammengetragen und sorgsam bestimmt und beschildert werden. So bietet die Ausstellung selbst für Pilzkenner jedes Jahr wieder Überraschungen.

Besonderes Augenmerk wird dieses Jahr auf einem bekannten Baumpilz, dem Zunderschwamm, liegen. Karin Weiner, Archäologin und Ausstellungskuratorin aus Ulm, wird vorführen und erläutern, welche Bedeutung dieser Pilz früher bei uns hatte. Er diente nicht nur wie sein Name verrät zum Feuermachen, sondern lieferte auch Rohstoff für Kleidung und fand Verwendung als Wundpflaster.

Wie in den Vorjahren hat man in der Ausstellung Gelegenheit, sich mitgebrachte Pilze bestimmen zu lassen. Außerdem bieten die Mitglieder des Pilzvereins fachmännische und interessante Führungen durch die Ausstellung an.

Am Samstag, dem 14.09.2013 wird um 14 Uhr eine Pilz- und Botanikbuch-Versteigerung stattfinden. Wer Botanikbücher dafür abgeben will, kann dies am Stand des Pilzvereins in der Winterhalle tun. Die erzielte Summe geht zu 100% an den Einlieferer des Buches.

Begleitend zur Pilz-Ausstellung in der Winterhalle werden im Grünen Saal naturalistische Pilzaquarelle von Rainer Thiebe ausgestellt.

Der Eintritt in den Botanischen Garten einschließlich der Pilzausstellung und der Ausstellung im Grünen Saal beträgt 5 €, ermäßigt 3 €. Die Ausstellungen sind täglich von 9 bis 17:30 Uhr geöffnet.

Die Winterhalle des Botanischen Gartens, in der die Ausstellung stattfindet, ist am schnellsten über den Haupteingang an der Menzinger Straße 65 zu erreichen. Anfahrt mit Trambahn 17 oder Bus 143, Haltestelle Botanischer Garten.

Text: Ehrentraud Bayer, Botanischer Garten München-Nymphenburg

Der Echte Zunderschwamm (Fomes fomentarius) – eine Erfolgsgeschichte


Unter einer harten Schale steckt ein weicher Kern. Das Sprichwort trifft zu hundert Prozent auf einen Haushaltsgegenstand zu, der seit der mittleren Steinzeit aus den vorgeschichtlichen Siedlungen und Jagdlagern nicht mehr wegzudenken ist: der Echte Zunderschwamm, Fomes fomentarius.
Unterschiedlichste Verwendungsmöglichkeiten zeichnen diesen Alleskönner aus: in der Medizin und der Zahnmedizin, der Fischerei, als Haushaltsgegenstand zum Feuermachen und als Stoffersatz. Zwei Eigenschaften sind es, die ihn erfolgreich werden ließen: Die gute Brennbarkeit und die gute Saugfähigkeit.
Lassen sie sich von der Archäologin Karin Weiner in die Welt des echten Zunderschwamms entführen.

Foto und Text: Karin Weiner

Orangeroter Becherling (Aleuria aurantia)


Die schwach gestielten Fruchtkörper dieses attraktiven Schlauchpilzes entstehen meist bei nasser Witterung. Man findet die in jungem Zustand schüsselförmigen Pilze bevorzugt auf nackter feuchter Erde, besonders auf Lehm, auf Schotter oder in niedrigem Gras. Die Pilze erreichen eine Größe von 1 bis 10 cm; sie treten gesellig auf und fallen durch ihre leuchtende Farbe auf. Der Orangerote Becherling wird als essbar, jedoch ohne Speisewert bis ungenießbar eingestuft.
Quelle: www.pilzbestimmer.de

Foto: Peter Karasch, Verein für Pilzkunde e.V.
Text: Ehrentraud Bayer, Botanischer Garten München-Nymphenburg