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Bromelienrot und Morphoblau

Mit der Malerin Rita Mühlbauer im Regenwald von Panguana/Peru

Freitag, 30. November 2012, 19 Uhr
Vortrag mit digitaler Bildpräsentation
von Frau Dr. Juliane Diller, Zoologische Staatssammlung München

Beginn: 19 Uhr
Ort: Großer Hörsaal im Erdgeschoß des Botanischen Instituts,
Menzinger Straße 67, 80638 München, erreichbar mit Tram 17 oder Bus 143, Haltestelle Botanischer Garten

Gäste willkommen – Eintritt frei!

Am letzten Novembertag 2012 hält Frau Dr. Juliane Diller aus der Zoologischen Staatssammlung München im Großen Hörsaal des Botanischen Institus einen Vortrag mit dem Titel „Bromelienrot und Morphoblau. - Mit der Malerin Rita Mühlbauer im Regenwald von Panguana/Peru“. Die Veranstaltung findet als Begleitprogramm zur Ausstellung „Bilder aus dem Urwald - Panguana“ Aquarelle von Rita Mühlbauer statt (Grüner Saal des Botanischen Gartens München-Nymphenburg, 24.11. - 10.12.2012).

Frau Dr. Diller ist Leiterin der biologischen Forschungsstation „Panguana“, die 1968 von ihren Eltern im oberen Amazonasbecken von Peru gegründet wurde. Mit vielen Bildern zeigt sie im Vortrag die faszinierende Tier- und Pflanzenwelt aus dem Urwald dieses Hotspots der Biodiversität, der im April 2012 von der peruanischen Regierung als privates Naturschutzgebiet anerkannt wurde.

Das Ökosystem des Primärregenwaldes von Panguana mit seinem unglaublichen Artenreichtum wird seit über 40 Jahren von zahlreichen Wissenschaftlern aus vielen Ländern erforscht. Auf dem etwa 8 km² großen Gelände wachsen z.B. an die 500 Baum- und 15 Palmenarten. Es beherbergt eine unüberschaubar große Vielfalt an verschiedenen Insekten, die wir bis heute zum großen Teil noch nicht einmal kennen. Juliane Diller studierte für ihre Doktorarbeit die Fledermäuse Panguanas, die es dort auf stolze 58 Arten bringen - zum Vergleich: im großen Europa sind es nur 27!

Rita Mühlbauer begleitete mehrere wissenschaftliche Forschungsreisen der Zoologischen Staatssammlung nach Panguana und fand dort im unberührten Urwald zahlreiche Motive. In zauberhaften Aquarellen hat sie die Urwaldimpressionen festgehalten, Landschaften, Tiere und Pflanzen gemalt. Man sieht ihren Bildern die große Begeisterung an, die der Lebensraum tropischer Regenwald schon vor langem in ihr entfacht hat, so wie er auch alle anderen Besucher Panguanas stets in seinen Bann zu schlagen vermag.

Juliane Diller erzählt in ihrem Vortrag über die gemeinsame Zeit mit Rita Mühlbauer im Regenwald und entführt die Zuhörer gleichzeitig in jenen fernen, uns Mitteleuropäern meist unbekannten Lebensraum, der eines der faszinierendsten und für uns auch wichtigsten Ökosysteme unserer Erde enthält.

Text (leicht verändert): Juliane Diller, Zoologische Staatssammlung München



Die im peruanischen Urwald gelegene Forschungsstation Panguana. Im Hintergrund ein 50 m hoher Lupuna-Baum (Chorisia insignis, Bombacaceae), das Wahrzeichen von Panguana.


Aus der reichen Insektenwelt Panguanas, ein Blattkäfer


Vielfalt herrscht auch im Reich der Schmetterlinge, hier eine wunderschön braun und blau gefärbte Tagfalter-Art.


Unglaublich rot – der Blütenstand einer Bromelie. Dieses schöne Exemplar ist auf einem der Bilder von Rita Mühlbauer festgehalten. Das Bild ist in der Ausstellung im Botanischen Garten (bis zum 16.12.2012) zu sehen.


Entstehung eines der „Bilder aus dem Urwald“, die Münchner Künstlerin Rita Mühlbauer in Panguana bei der Arbeit.

Fotos: Juliane Diller, Zoologische Staatssammlung München
Bildunterschriften: Ehrentraud Bayer, Botanischer Garten München-Nymphenburg