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Botanischer Garten
München-Nymphenburg

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Internationaler Museumstag

Motto: „Welt im Wandel – Museen im Wandel“

Sonntag, 20. Mai 2012

Thematischer Schwerpunkt „Kakteen und andere Sukkulenten“ mit Sonderführungen, Vorträgen und Pflanzentauschbörse. Weitere Veranstaltungen sowie laufende Ausstellungen bitten wir Sie dem Veranstaltungsprogramm zu entnehmen.

Ganztags ermäßigter Eintrittspreis von 2,50 €


In bewährter Tradition beteiligt sich der Botanische Garten auch dieses Jahr wieder am Internationalen Museumstag. Wie im Vorjahr, so liegt auch dieses Mal ein thematischer Schwerpunkt auf „Kakteen und andere Sukkulenten“. So finden zum einen zwei interessante Führungen (11 Uhr und 12:30 Uhr) durch die reichhaltigen Sukkulentenhäuser des Botanischen Gartens München-Nymphenburg statt. Zum anderen hat man bei zwei thematisch einschlägigen Vorträgen (14 Uhr und 15 Uhr) die Gelegenheit sich in die Kakteenwelt Arizonas bzw. in die eines hiesigen Kakteengewächshauses entführen zu lassen. Vorträge und Führungen werden von den Münchner Kakteenfreunden, also echten Kennern der stachligen Materie, gehalten. Doch damit nicht genug – die Kakteenfreunde mit Beteiligung des Botanischen Gartens bieten in der Winterhalle eine Tauschbörse an, auf der man nicht nur Kakteen, sondern auch Lebende Steine, kleine Aloen und andere Pflanzen tauschen oder eventuell auch kaufen kann. Nebenbei hat man hier Gelegenheit die ausgestellten Pflanzen kennen zu lernen und – was besonders wertvoll ist – man kann sich beraten lassen, wie man die Pflanzen am besten pflegt und zum Blühen bringt. Am Stand des Botanischen Gartens, der sich gleich rechts nach Eintritt in die Winterhalle befindet, gibt es, arrangiert auf einem Leiterwagen zudem eine kleine Ausstellung von verschiedenen Pachypodium-Arten.

Wer sich mit den dickwanstigen, meist recht dornigen Kakteen und den anderen Sukkulenten nicht so recht anfreunden mag, der kann auf andere Veranstaltungen und Ausstellungen ausweichen. Gleich bei Gartenöffnung (9 Uhr) gibt es eine ungewöhnliche Führung. Zusammen mit dem Fotografen und Pflanzenzeichner Stefan Caspari führt Rudolf Müller, der ehemalige technische Leiter des Botanischen Gartens, zu Pflanzen aus der Flora Mitteleuropas. Während Rudolf Müller die botanische Seite erläutern wird, wird Stefan Caspari schildern, mit welcher Technik und mit wie viel Geduld er die Pflanzen naturgetreu gemalt hat und wie man sie am besten fotografiert. Daher zu dieser Führung nach Möglichkeit eine Kamera mitbringen.

Musikalisch kann man sich bei der Chormatinee (11:30 Uhr) vom Chor Harmunichs e.V. verwöhnen lassen.

Außerdem hat man an diesem Sonntag die letzte Gelegenheit die nur zwei Tage währende, außergewöhnliche und sehr sehenswerte Ausstellung „Mit Liebe zu den Blumen …“ der Yanagawa Schule für gepresste Blumenkunst aus Japan zu sehen. Ästhetische Bildkompositionen aus getrockneten und gepressten, noch farbigen Blüten, Blättern, Früchten und Pflanzenteilen sind im Grünen Saal (Haus 7 der Schaugewächshäuser) ausgestellt)

Im Freiland gibt es außer einer großen Blütenvielfalt auf dem Alpinum, im System und im Rhododendronhain Gelegenheit durch das frisch grünende Arboretum zu spazieren oder im Moor herauszufinden, wie viele Frösche dort ein Konzert geben. In der Nähe des Teichs, unter Eichen, findet man auch die neueste Installation. Das beeindruckende Werk des jungen Künstlers Benjamin Planitzer, nennt sich „Eremitage“. Eine weitere, vielen schon vertraute Installation ist Ralf Sartoris „Nymphenspiegel-Bücherbaum“ in der Nähe des Cafés. Wieder aufgebaut ist auch der „Planetenweg“, der die immensen Entfernungen in unserem Sonnensystem veranschaulicht. Ein Zentimeter des Weges entspricht dabei 80.000 Kilometer. Der Planetenweg beginnt im System mit der Sonne und reicht bis zur Heide.

Wir wünschen viel Freude beim Kennenlernen unseres „Lebenden Museums“, dessen Ausstellungsstücke einem steten Wandel unterzogen sind.


Echinopsis candicans

Aus Argentinien stammt diese weiße Schönheit, die derzeit im Großen Kakteenhaus (Eingangshalle) nach und nach ihre Blüten öffnet.


Ein Blick in die Blüte zeigt die zahlreichen Staubblätter und die in einzelne Äste aufgefächerte Narbe.


Im Rhododendronhain derzeit in Blüte: Rhododendron-Hybride 'Juanita'


Der Kriechende Günsel, Ajuga reptans, fällt durch seine leuchtend blauen Blüten in den Wiesen auf.

Text und Fotos: Ehrentraud Bayer, Botanischer Garten München-Nymphenburg