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Botanischer Garten
München-Nymphenburg

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Die heimlichen Gärtner – Ameisen als Samenverbreiter

Sonntag, 6. Mai 2012, 10 Uhr

Führung mit Herrn Dr. Thassilo Franke
Treffpunkt: 10 Uhr, Eingangshalle der Gewächshäuser

Jeder kennt und liebt sie, Schneeglöckchen, Märzenbecher, Leberblümchen, Buschwindröschen, Lerchensporn, Blaustern und wie sie alle heißen – die Frühlingsblumen, die alljährlich die Böden unserer Laubwälder mit prächtigen Blütenteppichen überziehen.
Jetzt, Anfang Mai, hat der Zauber ein Ende und kaum einer fragt sich, was aus den schönen Blumen geworden ist. Sie alle haben Samen gebildet. Damit diese im Wald verbreitet werden, bedarf es kleiner Kuriere und diese Aufgabe erfüllen Ameisen. Als Gegenleistung für den Transport werden sie mit einem nahrhaften Anhängsel belohnt. Die Ameisen schleppen die Samen mitsamt Anhängsel in ihren Bau, fressen die eiweißreiche Belohnung und entsorgen die Samen auf ihrer Mülldeponie. Hier herrschen ideale Keimbedingungen, denn der Dünger wird gleich mitgeliefert. So gut wie alle heimischen Frühlingsblumen setzen auf diese Strategie und ohne Ameisen wären unsere Wälder ziemlich farblos.

Text: Thassilo Franke



Märzenbecher, Leucojum vernum


Hohler Lerchensporn, Corydalis cava

Fotos: Ehrentraud Bayer, Botanischer Garten München-Nymphenburg