Hortensien-Führung

Sonntag, 27. September 2009

Führung von Herrn Thomas Heller
Treffpunkt: 10 Uhr vor dem Gewächshauseingang

Hortensien sind attraktive Gartenpflanzen, deren eindrucksvolle Blütenstände die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Botanisch gesehen zählen sie zur Gattung Hydrangea, die an die 100 Arten umfasst. Ostasien, speziell China und Japan, sind die Heimat vieler Hydrangea-Arten. Vertreter der Gattung finden sich jedoch auch in Nordamerika.
Hydrangea-Arten finden sich an ihren natürlichen Standorten oft als Unterwuchs in Wäldern, d.h. sie vertragen auch etwas Schatten. Im Botanischen Garten sind daher viele Hydrangea-Sträucher im schattigen Rhododendronhain zu finden.

Wer sich für diese in Japan schon seit vielen Jahrhunderten als Zierpflanze kultivierten Pflanzen interessiert, dem sei die Führung am Sonntag, den 27.09.2009 um 10 Uhr mit Herrn Thomas Heller empfohlen. Herr Heller wirkt seit vielen Jahren als Gärtner im Botanischen Garten und ist u.a. für den Rhododendronhain und die Hortensien zuständig.


Rispenhortensie, Hydrangea paniculata

Ihr Heimatgebiet umfasst Sachalin und reicht von Japan bis Südostchina. In Japan wird die Rispenhortensie nicht nur als Zierpflanze geschätzt, sondern auch als Nutzpflanze in der Papierherstellung. Sie enthält eine leinähnliche, in Japan als nori bezeichnete Substanz, die zur Verstärkung dünnen Blattpapiers verwendet wird.

Tellerhortensie 'Preziosa'

Zahlreiche Gartensorten wurden aus der Art Hydrangea serrata, der Tellerhortensie, entwickelt. Die ursprüngliche Heimat der Teller-Hortensie ist Japan und Korea; in Japan wurde der etwa 1,5 m hohe Strauch seit Jahrhunderten kultiviert.

Eine enorme Fülle an Zierhortensien wurde aus der Großblättrigen Hortensie Hydrangea macrophylla gezüchtet. Diese Art war in Japan ebenfalls seit Jahrhunderten in Kultur. Die Variationsbreite ihrer Blütenfarben reicht von weiß, rosa, rot, violett bis zu blau.


Abgebildet ist der Blütenstand der Sorte 'Rotdrossel'. Bei dieser Sorte haben die sterilen Randblüten nur Schaufunktion, die inneren fruchtbaren Blüten bleiben klein.

Text und Fotos: Ehrentraud Bayer, Botanischer Garten München-Nymphenburg