Blütenpracht im Gewächshaus

Sonntag, 22. Februar 2009, 10 Uhr

Kamelien, Azaleen, Akazien und Aloen – sie alle zeigen jetzt im Winter ihre Blütenpracht. Welch ein Gegensatz, wenn man im Botanischen Garten von draußen ins Gewächshaus tritt! Im Freien, mit den schneebedeckten Beeten und den kahlen Bäumen, sieht man es höchstens dem immergrünen Efeu und den Nadelbäumen an, dass noch Leben in ihnen steckt. Drinnen dagegen, im Gewächshaus, grünt und blüht es so üppig, als gäbe es keinen Winter.

Bei ihrer Führung nimmt die Biologin Frau Dr. Kathrin Kurbasik das Publikum in verschiedene Erdteile mit und zeigt blühende Pflanzen aus Asien, Australien, Afrika und dem Mittelmeergebiet. Treffpunkt für die Führung ist das Große Kakteenhaus (Halle A), die Eingangshalle der Schaugewächshäuser. Von dort aus geht die Führung zu den Kalthauspflanzen. Den Abschluss bilden die Aloen.

Nach der Führung hat man auch noch die Gelegenheit, sich in der Schmetterlingsausstellung im Wasserpflanzenhaus etwas vorgaukeln zu lassen, oder man kann im Grünen Saal die ästhetischen Farnfotografien von Hannelore Bäumler studieren.


Blick auf die winterliche Blütenpracht in Haus 11, wo insbesondere Kamelien und Azaleen in voller Blüte stehen.


Zier-Kamelien gibt es in Hunderten von Sorten. Die Abbildung zeigt Camellia × williamsii 'Donation', deren Blüten halbgefüllt sind, d.h. es sind noch nicht alle der inneren gelben Staubblätter in Blütenblätter umgewandelt, wie das bei den ganz gefüllten Formen der Fall ist. Es handelt sich um eine Kreuzung aus C. japonica mit C. saluensis.


Aus China stammt die abgebildete Rhododendron-Art, R. basilicum. Die Pflanze steht in Haus 11, dem ersten Haus links (Nordseite) nach dem Eingang ins Gewächshaus.


Silber-Akazie, Acacia dealbata, weißbestäubte Akazie

Die Heimat dieser Akazien-Art liegt in Südost-Australien. Wegen ihrer ansehnlichen Blütenstände wird sie jedoch vielfach auch in anderen Erdteilen kultiviert. Der schnellwüchsige, immergrüne Baum wird bis zu 30 m hoch. Die kleinen Blüten sind zu kugeligen Köpfchen vereinigt. Die Schauwirkung beruht auf den zahlreichen fädigen Staubblättern. Zu sehen ist der Baum im Victoriahaus, dem dritten Haus auf der rechten Seite (Südseite) nach dem Eingang ins Gewächshaus.

Text: Ehrentraud Bayer, Botanischer Garten München-Nymphenburg
Fotos: Franz Höck, Botanischer Garten München-Nymphenburg