Botanischer Garten München-Nymphenburg

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Neues aus dem Alpengarten

5. Oktober 2004

Deutlich früher als im Tiefland hält der Herbst im Gebirge seinen Einzug. Der 1.860 m hoch gelegene Alpengarten auf dem Schachen, die Außenstelle des Botanischen Gartens München-Nymphenburg im Wettersteingebirge, ist deshalb schon seit dem 15. September geschlossen.

Ein Besuch ist erst wieder 2005 ab Anfang Juli möglich. Dann erwarten Sie von neuem Gebirgspflanzen aus aller Welt. Eine Wanderung in die herbstliche Natur des Schachengebiets lohnt sich jedoch bei schönem Wetter allemal. Genießen Sie die herbstliche Verfärbung der Laubbäume, das dunkle Grün der Zirbelkiefern (Pinus cembra) und die Schönheit der Landschaft.


Eingangsbereich des Alpengartens auf dem Schachen mit Zirbel-Kiefern (Pinus cembra). Diese Kiefern-Art ist in Deutschland auf wenige Vorkommen beschränkt; auf dem Schachen findet sich einer der größten zusammenhängenden Bestände.


Blick vom Alpengarten auf dem Schachen in die Umgebung


Diesige Herbststimmung im Alpengarten


Sonnige Herbststimmung

Fotos: Jennifer Wainwright-Klein
Text: Ehrentraud Bayer

Eine besondere Rarität kommt zur Blüte Megacarpaea polyandra

Dieser imposante Kreuzblütler stammt aus niederschlagreichen Regionen des Himalaja, aus Höhenlagen von 3.000 bis 4.300 m. Deutschlandweit gelingt die Kultur dieser Art nur im Alpengarten auf dem Schachen. Allerdings benötigen die Gärtner dazu viel Geduld. 10 bis 15 Jahre lang sind von Megacarpaea nur ihre großen, fiederschnittigen Blätter zu sehen. Erst wenn genügend Reservestoffe in der Rübenwurzel gespeichert sind, entwickelt sie ihren 1 – 2 m hohen Blütenstand mit Hunderten von blassgelben Blüten. Mit dem Ausreifen der Früchte stirbt die gesamte Pflanze ab.


Jennifer Wainwright-Klein, die Reviergärtnerin des Alpengartens neben Megacarpaea polyandra (im Hintergrund das Königshaus von Ludwig II am Schachen)

Blütenstand von Megacarpaea polyandra

Einzelne Blüten von Megacarpaea polyandra
Neben diesem seltenen Spektakel gibt es natürlich zahlreiche andere attraktive Arten im Alpengarten zu sehen, wie verschiedene Enzian- und Edelweiß-Arten, Lilien aus dem Kaukasus, Zwergrhododendren, blauen Mohn aus dem Himalaja und vieles mehr.

Text: Andreas Gröger

2005 2004


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