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Wüstenpflanzen (Haus 5)

Da die meisten hier ausgestellten Trockenheit liebenden Pflanzen aus Afrika stammen, bezeichnet man dieses Haus auch als Afrikahaus. Auf der Westseite werden hinter Glas botanische Kostbarkeiten gezeigt, wie zum Beispiel die urtümliche Welwitschia mirabilis, die „Lebenden Steine“ (Lithops) und seltene Aloe-Arten.

Größere Pflanzen in der Mitte, Kakteen links, andere Sukkulenten rechts

Im Mittelbeet stehen größere Sukkulenten, die überwiegend in Südafrika heimisch sind. Das ebenfalls durch Glas geschützte Beet an der Ostseite ist Sukkulenten aus der Neuen Welt gewidmet, vor allem kleineren Kakteen.
Der Besucher kann so im direkten Vergleich sehen, dass sich in verschiedenen Erdteilen unabhängig voneinander ähnlich aussehende sukkulente Formen als Anpassung an gleichartige Lebensbedingungen in Trockengebieten gebildet haben.

Pflanzen sind auf der ganzen Welt verbreitet und gedeihen in den unterschiedlichsten Klimazonen. Sie ertragen große Kälte oder Hitze, dauernde Nässe oder stark wechselnde Befeuchtung; selbst die aufgrund ihres Wassermangels vegetationsfeindlichen Trockengebiete der Erde wurden von den Pflanzen als Lebensraum erobert. Die an Trockenheit adaptierten Pflanzen der einzelnen Erdteile sehen sich oft sehr ähnlich. Die unabhängige Entwicklung gleicher Merkmale (z.B. Sukkulenz) in Abhängigkeit von gleichen äußeren Bedingungen (z.B. Trockenheit) in verwandtschaftlich weit entfernt stehenden Gruppen bezeichnet man als Konvergenz.
Ein sehr bekanntes Beispiel ist die „Kakteenform“. Charakteristisch dafür sind die meist vollständige Reduktion der Laubblätter und der verdickte Spross, der die Aufgabe der Assimilation übernimmt und daher grün gefärbt ist. Die typische kakteenartige Wuchsform entwickelte sich in Amerika bei der Familie der Cactaceae (Kakteengewächse) und in Afrika sogar bei zwei weiteren systematisch sehr unterschiedlichen Familien, den Euphorbiaceae (Wolfsmilchgewächsen) und den Asclepiadaceae (Schwalbenwurzgewächsen).

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