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Gewächshäuser

Fleischfressende Pflanzen (Haus 4a)

Tiere fressen Pflanzen: das beeindruckt niemanden – Pflanzen fressen Tiere: das klingt aufregend. Die fleischfressenden Pflanzen töten nicht, um zu überleben, sondern „nur“, um ihren Lebensstandard aufzubessern. Die Beutetiere müssen zu den Pflanzen kommen. Nicht wenige Arten sind attraktiv gekleidet oder auch parfümiert und locken so ihre Opfer an. Deren Rückzug wird dann auf unterschiedliche Weise verhindert.

Karnivoren hinter Glas

Als Karnivoren bezeichnet man Pflanzen, die Tiere fangen und chemische Bauteile ihrer Opfer verwenden. Gut ausgerüstete Karnivoren erzeugen selber Verdauungssäfte, andere überlassen die Vorarbeiten Hilfskräften wie Bakterien. Die Opfer der (südafrikanischen) Roridula-Arten werden von Raubwanzen und Spinnen ausgesaugt, welche deren Fallen überlisten. Die klebrigen Verdauungsreste werden zumindest teilweise auf den Blättern abgesetzt und von der Pflanze sicherlich als Dünger genutzt. Man sollte die Roridula-Arten deshalb, entgegen der üblichen Auffassung, auch als Karnivoren betrachten.

Im Freiland (Ökologisch-genetische Abteilung) finden sich weitere Karnivoren in den kleinen Glashäusern und Moorbecken.

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