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Drynaria und Nestfarn

Eine ganze Reihe von Farnen haben Konstruktionen entwickelt, um fallendes Laub einzufangen. Das können große Trichter sein, wie beim Nestfarn, den Sie als Zimmerpflanze kennen. Es können aber auch eigens umfunktionierte Wedel, wie bei der Gattung Drynaria, sein – ein Exemplar sehen Sie hier vor sich. Mit dicken Wurzelstöcken kriecht Drynaria auf den Trägerbäumen entlang. In ihren papierartig-starren, nach oben gerichteten Wedeln fängt sie organisches Material ein, wodurch im Laufe der Zeit kleine Humustaschen entstehen. So kann sich die Pflanze weitab vom Erdboden, in den Wipfeln der Bäume, mit wertvollen Nährstoffen versorgen.

Wenn Sie die großen, grünen Wedel von Drynaria vorsichtig umdrehen, sehen Sie die Sporenlager, die in regelmäßigen Punkten angeordnet sind. Das ist typisch für die Familie der Tüpfelfarne.

Zu einer ganz anderen Familie zählt der Nestfarn, Asplenium nidus. Auf seinen Wedelunterseiten finden Sie die Sporenlager in parallelen Linien gruppiert, weshalb er zur Familie der Streifenfarne gezählt wird. Das Phänomen der Falllaubsammler hat sich also in den verschiedensten Verwandtschaftskreisen der Farne unabhängig voneinander herausgebildet.

Audiodatei-Download
Drynaria und Nestfarn (MP3, 619 KB)

Audioproduktion und Copyright: Soundgarden Audioguidance GmbH
Text: Andreas Gröger, Botanischer Garten München-Nymphenburg


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