Botanischer Garten München-Nymphenburg

Sie sind hier:
Start » Garten » Gewächshäuser » Audioführung » Bärlappgewächse

Inhalt

Bärlappgewächse

Viele von Ihnen kennen den Bärlapp aus der heimischen Flora. Als lockerer Rasen besiedelt er gerne Waldstandorte mit sauren Böden.

Bei den Bärlappgewächsen handelt sich um erdgeschichtlich sehr alte Pflanzen. Von Fossilienfunden weiß man, dass es schon vor 350 Millionen Jahren Bärlappe gab, die den heutigen sehr ähnlich sahen. Bärlappe gehören in die Verwandtschaft der Echten Farne. Aber im Gegensatz zu den Echten Farnen sind die langen Sprossachsen der Bärlappe gabelig verzweigt und dicht mit kleinen, schuppenförmigen Blättchen besetzt. Sie bekommen dadurch fast das Aussehen von Nadelbaumzweigen.

Bärlappgewächse sind weltweit verbreitet, von der arktischen Tundra bis zu den antarktischen Inseln. Auch in den Tropen sind sie reichlich vertreten. Besonders artenreich haben sie sich in den Anden Südamerikas entwickelt. Ein Teil von ihnen lebt dort als Epiphyten in den Regenwäldern. Es handelt sich vor allem um Arten aus der Gattung Huperzia. Am Ende ihrer überhängenden Triebe entwickeln sich die meist ährenförmigen Sporenträger. Die Vermehrung aus Sporen ist allerdings extrem schwierig. Sie werden deshalb im Botanischen Garten als Stecklinge vermehrt.

Audiodatei-Download
Bärlappgewächse (MP3, 559 KB)

Audioproduktion und Copyright: Soundgarden Audioguidance GmbH
Text: Andreas Gröger, Botanischer Garten München-Nymphenburg


Zum Seitenanfang gehen.
© 2022 Botanischer Garten München-Nymphenburg