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Araucaria excelsa: Determination der Triebe

Die vegetative oder ungeschlechtliche Vermehrung von Pflanzen ist gärtnerischer Alltag. Sie wissen alle, wie Balkon-Geranien durch Stecklinge vermehrt werden: einzelne Triebe werden abgeschnitten und bewurzelt und wachsen rasch zu neuen, blühfähigen Pflanzen heran. Bei den Stecklingen handelt es sich um Nachkommen mit identischem Erbgut, sie sehen exakt genauso aus wie die Mutterpflanzen.

Es gibt allerdings zahllose Pflanzen, die sich nicht durch Stecklinge vermehren lassen oder deren Stecklinge sich recht merkwürdig verhalten. Vor Ihnen steht eine Zimmertanne, Araucaria heterophylla. Genau gegenüber ein über 30 Jahre alter Steckling, der aber nur flächig wächst, also keinen aufrechten Stamm entwickelt. Das hängt damit zusammen, dass die Zimmertanne so wie einige andere Nadelbäume streng determinierte Triebe besitzt. Das heißt: ein Ast bleibt immer ein Ast. Klingt banal, hat aber zur Folge, dass, wenn eine Astspitze als Steckling genommen wird, dieser immer nur flächig, also in Form eines Seitenastes weiterwachsen wird. Er kann sich nie zu einem Stamm aufrichten.

Audiodatei-Download
Araucaria excelsa: Determination der Triebe (MP3, 544 KB)

Audioproduktion und Copyright: Soundgarden Audioguidance GmbH
Text: Günter Gerlach, Botanischer Garten München-Nymphenburg


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