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Zamia furfuracea: Artenschutz

Cycadeen wie diese Zamia furfuracea verfügen über einen großen Liebhaberkreis. Die damit verbundene Nachfrage hat zusammen mit der Zerstörung der natürlichen Lebensräume dazu geführt, dass viele mittlerweile vom Aussterben bedroht sind. Obwohl mittlerweile durch das Washingtoner Artenschutzabkommen international geschützt, gehen die natürlichen Bestände vielerorts dramatisch zurück.

Der Fall von Zamia furfuracea zeigt, wie erfolgreicher Artenschutz aussehen kann. Noch in den 80er Jahren wurden aus dem südlichen Mexiko bis zu 40 Tonnen monatlich in die südlichen Vereinigten Staaten geschafft, um dort Privatgärten zu schmücken. Bald darauf waren die natürlichen Bestände nahezu vernichtet.

Im Rahmen eines deutsch-mexikanischen Entwicklungshilfeprojekts nahmen lokale Gärtnereien den Schutz und die Vermehrung von Zamia furfuracea in die Hand. Sie hüten die verbliebenen Exemplare vor Ort. Aus ihren Samen werden Jungpflanzen herangezogen, die auf dem internationalen Markt gute Gewinne erzielen. Ein Teil der Jungpflanzen wird im natürlichen Lebensraum ausgebracht, um die Population langfristig zu stärken. Ein Paradebeispiel für die nachhaltige Nutzung von Wildpflanzen!

Audiodatei-Download
Zamia furfuracea: Artenschutz (MP3, 556 KB)

Audioproduktion und Copyright: Soundgarden Audioguidance GmbH
Text: Andreas Gröger, Botanischer Garten München-Nymphenburg


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