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Myrtillocactus geometrizans: Heidelbeerkaktus

Der Heidelbeerkaktus, Myrtillocactus geometrizans, ist in den Wüsten von Nord- und Zentralmexiko beheimatet. Er wächst baumförmig, ist im Alter reich verzweigt und wird an die 4 m hoch. Mit dieser Höhe überragt er in der Regel alle anderen Pflanzen, und dominiert so das Landschaftsbild. In manchen Gegenden bildet er ganze Wälder.
Typisch ist die blaugrüne Farbe und wachsige Oberfläche seiner Sprosse. Die Wachsschicht dient dazu, den Pflanzenkörper nach außen abzudichten. So wird der Wasserverlust eingedämmt, der bei Hitze und Trockenheit droht.

Im zeitigen Frühjahr kommt der Heidelbeerkaktus bei uns regelmäßig zur Blüte. Überraschenderweise sind die weißen Blüten für eine so große Pflanze ziemlich klein. Sie sind höchstens 3 cm lang und stehen meist zu mehreren gebüschelt um die Dornen gruppiert. Aus den Blüten entwickeln sich kleine unbestachelte Beerenfrüchte. Sie sind dunkelrot oder dunkelviolett gefärbt und erinnern in Größe und Aussehen an Heidelbeeren – daher der Name Heidelbeerkaktus. Die Früchte haben einen süßen, angenehmen Geschmack und sind essbar. In Mexiko werden sie als Wildobst gesammelt und auf den heimischen Märkten unter dem Namen Garambullos angeboten. Verwendet werden sie frisch oder wie Rosinen getrocknet. Man gibt sie in Eiscremes oder macht einen Kuchenbelag daraus.

Audiodatei-Download
Myrtillocactus geometrizans: Heidelbeerkaktus (MP3, 665 KB)

Audioproduktion und Copyright: Soundgarden Audioguidance GmbH
Text: Ehrentraud Bayer, Botanischer Garten München-Nymphenburg


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