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Passionsblumen und Passionsblumenfalter

Pflanzen versuchen sich vor Fraßfeinden zu schützen. Das können sie nicht nur mit Stacheln und Giftstoffen. Besonders raffiniert sind die Mechanismen, mit denen sich Passionsblumen bestimmte Insekten vom Leib halten. Es gibt nämlich Schmetterlinge, deren Raupen sich ausschließlich von Passionsblumenblättern ernähren: die Heliconiden oder Passionsblumenfalter. Sie sind leicht an ihren abgerundeten Flügeln und schlanken Körpern zu erkennen.
Nach der Paarung macht sich das Heliconiden-Weibchen auf die Suche nach einem geeigneten Eiablageplatz. In freier Natur muss sie im Wirrwarr von Hunderten von verschiedenen Pflanzenarten die richtige finden. Legt sie die Eier auf einer verkehrten Pflanze ab, ist der Nachwuchs verloren. Sobald sie auf eine Passionsblume trifft, klebt sie die Eier einzeln an junge Pflanzenteile. Dabei ist sie sehr wählerisch. Wurde der Platz schon von einer Artgenossin mit Eiern besetzt, sucht sie weiter. Und hier setzt der Abwehrmechanismus der Passionsblumen an: Manche Arten haben auf ihren Blättern Ei-Atrappen in Form von winzigen Flecken oder Wucherungen entwickelt. Solche Pflanzen weisen deutlich weniger Fraßschäden auf als andere, da sie mit weniger Schmetterlingseiern besetzt werden.

Audiodatei-Download
Passionsblumen und Passionsblumenfalter (MP3, 598 KB)

Audioproduktion und Copyright: Soundgarden Audioguidance GmbH
Text: Andreas Gröger, Botanischer Garten München-Nymphenburg


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