Botanischer Garten München-Nymphenburg

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Mangrove: Anpassungsphänomene

Ausgedehnte Mangrovenwälder entwickeln sich besonders im Mündungsbereich großer tropischer Flüsse mit hoher Sedimentfracht. Für viele Tierarten stellen sie unersetzbare Lebensräume dar. In Bezug auf ihre Flora sind diese Wälder aber vergleichsweise artenarm und monoton. Nur wenige Arten haben sich an die schwierigen Lebensbedingungen im Salzwasser und dem Einfluss der Gezeiten angepasst. Ihre Wurzeln ankern im Schlick, wo oft lebensfeindliche, extrem sauerstoffarme Bedingungen herrschen. Die Antwort der Mangrove darauf sind schnorchelartige, senkrecht aus dem Schlamm strebende Wurzeln, oder auch Wurzelkniee, die in einem geknickten Bogen über das Substrat ragen. In ihnen befindet sich Luftleitungsgewebe, das den Gasaustausch zu den Wurzeln ermöglicht.

In unserem Becken werden die Mangrovepflanzen nicht in Salz- sondern in Süßwasser gehalten, was sich nicht nachteilig auf ihr Wachstum auswirkt. In der Natur sind sie allerdings nicht in Süßwassersümpfen zu finden, das hängt mit ihrer schwachen Konkurrenzfähigkeit zusammen. Sie könnten sich dort nicht gegenüber den anderen Sumpfpflanzen behaupten. Viele der hoch spezialisierten Pflanzen zeigen dieses Phänomen: in ihren Biotopen haben sie keine Konkurrenz zu fürchten.

Audiodatei-Download
Mangrove: Anpassungsphänomene (MP3, 598 KB)

Audioproduktion und Copyright: Soundgarden Audioguidance GmbH
Text: Günter Gerlach, Botanischer Garten München-Nymphenburg


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