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Carica papaya: Zartmacher aus den Tropen

Carica papaya, der immergrüne Melonenbaum, trägt seine Blätter schopfförmig am oberen Ende seines unverzweigten Stammes. Unterhalb des Blattschopfes entwickeln sich große, melonenartige Früchte, die Papayas. Botanisch handelt es sich um vielsamige Beerenfrüchte, die 80 cm lang und 7 kg schwer werden können. Im Aussehen und Geschmack erinnern sie an Melonen, mit denen sie aber nicht näher verwandt sind.

Der Melonenbaum ist nur als Kulturpflanze bekannt und heute in den gesamten Tropen verbreitet. Sein Ursprung liegt in Mittelamerika. Von dort gelangte er bereits im 16. Jahrhundert auf spanischen und portugiesischen Segelschiffen in die Tropen der ganzen Welt. An die mittelamerikanische Herkunft erinnert der Name der Früchte, „Papaya“: Er kommt aus einer Indianersprache Mittelamerikas.

Papayas bestehen zu 90% aus Wasser, enthalten reichlich Pro-Vitamin A und sind von mildem Geschmack. Man verzehrt sie roh. Da sie vergleichsweise wenig Fruchtsäure besitzen, kommt ihr Geschmack erst richtig zur Geltung, wenn sie mit Zitronensaft beträufelt werden.

Außer den Früchten wird der in allen Teilen der Pflanze enthaltene Milchsaft genutzt. Er enthält eiweißspaltende Enzyme, die in der Medizin bei Bandscheibenvorfall und Verdauungsschwäche Anwendung finden. Bekannt sind diese Enzyme auch als Zartmacher für zähes Fleisch. In der Textilindustrie verwendet man sie, um das Verfilzen eiweißhaltiger tierischer Fasern, wie Seide und Wolle, zu verhindern.

Audiodatei-Download
Carica papaya: Zartmacher aus den Tropen (MP3, 753 KB)

Audioproduktion und Copyright: Soundgarden Audioguidance GmbH
Text: Ehrentraud Bayer, Botanischer Garten München-Nymphenburg


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