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Graue Tillandsien: Behaarung

Nicht alle Tillandsien haben diese auffällige silbergraue Erscheinung. Sie ist typisch für Arten aus Trockengebieten. Um mit den dort herrschenden Umweltbedingungen zurecht zu kommen, haben sich die grauen Tillandsien in ein Kleid von Saugschuppen gehüllt. Es handelt sich um kompliziert gebaute Haare, die die Form von winzigen Reißnägeln besitzen. Den Nagel bilden lebende Zellen, auf denen ein Schild von toten, luftgefüllten Kopfzellen liegt.

Dieses silbrige Haarkleid schützt zum einen vor übermäßiger Sonneneinstrahlung – bis zu 30% des Sonnenlichts werden reflektiert. Zum anderen nehmen die Saugschuppen sehr effektiv Feuchtigkeit aus Nebel, Tau und den seltenen Regenfällen auf. Dabei wird das Wasser zunächst über die Kopfzellen – ähnlich wie von Löschpapier – aufgesogen. Über den Nagel der Schuppen wird das kostbare Naß dann in das Pflanzeninnere weitergeleitet.

Durch dieses spezielle Haarkleid können sich die Tillandsien sogar in Wüsten behaupten. Sie gehören zu den wenigen Epiphyten, die sogar Kakteen besiedeln. Drehen Sie sich einmal um! Auch bei uns finden Sie einige Tillandsien auf den Säulenkakteen.

Audiodatei-Download
Graue Tillandsien: Behaarung (MP3, 528 KB)

Audioproduktion und Copyright: Soundgarden Audioguidance GmbH
Text: Andreas Gröger, Botanischer Garten München-Nymphenburg


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