Zum Inhalt.  Zum Bereichsmenü. 
Logo - Zur Startseite 

Botanischer Garten München-Nymphenburg

Bäume des Jahres und ihre Hölzer im Winter

Sonntag, 13. Februar 2005, 10.00 Uhr

Führung im Gewächshaus von Herrn Volkmar Zimmer

Treffpunkt: vor dem Gewächshauseingang

Bilder

Bäume sind unsere Freunde; als Wald oder auch einzeln stehend gehören sie zu unserer Natur und zu unserer Landschaft; in städtischer Umgebung säumen sie wohltuend Straßen und Gehwege und strukturieren Parks und Gärten. Bäume sind aus unserem Leben nicht wegzudenken: sie dienen unserer Erholung, spenden uns Schatten, schützen uns vor Lawinen, mäßigen den Wind, liefern Sauerstoff, befestigen den Boden, nähren uns durch Früchte und Samen und sind unentbehrliche Lieferanten unseres vielseitig genutzten Werk- und Baustoffs Holz. In der Lebensgemeinschaft Wald bieten Bäume anderen Pflanzen und vielen Tieren Schutz und Raum.

Bäume sind - mit einem Wort - unentbehrlich für uns. Sie sind ein Schatz der Natur, der wohl gehütet sein will und unsere Aufmerksamkeit und Sympathie verdient.

In unserer Gesellschaft leben Bäume allerdings gefährlich. Zum einen sind sie einer starken Umweltbelastung ausgesetzt oder werden durch Asphalt, Beton oder sonstige Baumaßnahmen eingeengt. Zum anderen wird Raubbau zur Holzgewinnung betrieben, und einzelne Baumarten, die wirtschaftlich wenig bedeutend sind, werden völlig in den Hintergrund gedrängt. Zu einer natürlichen und gut funktionierenden Lebensgemeinschaft gehört eine „bunte Mischung“ aus den verschiedensten Arten; Monokulturen sind jedoch das Gegenteil davon.

Je weniger Baumarten uns draußen begegnen, desto weniger können wir ihre Besonderheiten und Vorzüge erfassen und studieren. Im Laufe der Zeit geht so immer mehr Wissen verloren. Es sind jedoch nicht nur die seltenen Baumarten, die aus unserem Gedächtnis verschwinden. Mittlerweile fehlen bei vielen Mitmenschen auch die Kenntnisse über weit verbreitete Baumarten, wie z.B. Esche, Hainbuche, Buche und Eiche.

Durch das Ausrufen zum Baum des Jahres soll einerseits diesem Wissensschwund entgegengewirkt werden, andererseits soll in Zusammenhang damit auch auf die immer schwieriger werdende Erhaltung der Natur und ihrer Vielfalt hingewiesen werden. Erstmals wurde im Jahr 1989 ein Baum des Jahres ausgerufen. Seitdem wird vom Kuratorium Baum des Jahres unter dem Vorsitz von Herrn Dr. Silvius Wodarz jährlich ein weiterer Baum des Jahres bekanntgegeben. Dabei werden gleichermaßen seltene und auch allgemein bekannte Bäume vorgeschlagen.

Der erste Baum des Jahres war die Eiche, der zweite die Linde, der dritte die Ulme, und so setzt sich die Reihe über Speierling, Eibe, Eberesche u.a. fort bis zur Roßkastanie, die als Nummer 17 Baum des Jahres 2005 ist.

Zu jeder Baumart hat das Kuratorium Baum des Jahres ein interessantes und informatives Faltblatt herausgegeben (zu bestellen beim Kuratorium Baum des Jahres). Wer jedoch weniger gern liest und sich viel lieber etwas über Bäume erzählen lassen möchte, dem sei die Führung am Sonntag, dem 13. Februar 2005, im Botanischen Garten München-Nymphenburg empfohlen.

Herr Volkmar Zimmer, einer der besten Baumkenner und Holzkünstler, wird zu diesem Termin im Botanischen Garten zu zahlreichen Bäumen des Jahres führen. Seine Führungen sind beliebt und begehrt, ja eigentlich ein Geheimtip. Kaum jemand bietet so profunde und interessante Informationen über Bäume wie Herr Zimmer. Hinzu kommen seine Kenntnisse aus der Holzbearbeitungspraxis. Besonders anschaulich werden seine Führungen auch dadurch, daß er zum jeweiligen Baum ein entsprechendes Holzmuster zeigt.

Bilder

(Text: Ehrentraud Bayer)

© 2005 Botanischer Garten München-Nymphenburg - Datenschutz - Barrierefreiheit Zum Seitenanfang.