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Botanischer Garten München-Nymphenburg

Die Bäume des Jahres im Herbst und deren Hölzer

Stiel-Eiche, Quercus robur, Familie Fagaceae (Buchengewächse):

Die Ehre, der allererste "Baum des Jahres" zu sein, wurde der Eiche zuteil. Sie wurde 1989 vom "Kuratorium Baum des Jahres" und der Aktion "Rette die Bäume - Rette den Wald" an den Beginn einer bis heute fortgesetzten Reihe gestellt. Außer der Eiche wurden bis einschließlich 2005 16 verschiedene Bäume des Jahres ausgerufen. Darunter waren die Birke, die Buche, die Esche, der Spitz-Ahorn und andere mehr.

Eichenblätter sind charakteristisch gelappt und leicht zu erkennen. Im Botanischen Garten finden sich schöne Exemplare der Stiel-Eiche am Ostufer des Teichs; sie stammen noch aus der Zeit vor der Gartengründung. Eichen werden normalerweise etwa 500 Jahre alt, einzelne Exemplare erreichen auch ein deutlich höheres Alter. Eichen werden in der Regel 30 m bis 35 m hoch. Typisch für ältere Bäume ist die dunkelbraune bis schwärzliche, längsrissige Borke.

Stieleiche 1

Stieleiche 2

Stieleiche 3

 

 

Bäume sind faszinierende und interessante Lebewesen, die uns im täglichen Leben begleiten. In den Städten säumen sie Straßen und Gehwege und strukturieren Parks und Gärten. Im Wald, einer besonderen Lebensgemeinschaft aus verschiedenen Bäumen, bieten sie anderen Pflanzen und Tieren Schutz und Raum. Als wohltuender Anblick, Schatten- und Sauerstoffspender sind Bäume auch für uns Menschen unentbehrlich, - nicht zu vergessen das Holz, einer unserer wichtigsten und beliebtesten Werk- und Baustoffe.

Viele Menschen interessieren sich für Bäume und nehmen lebhaft Anteil an ihrem Dasein und Gedeihen. Der Zugang zu näheren Informationen ist jedoch nicht immer einfach. Natürlich gibt es genug Literatur über Bäume, aber Bücher wälzen ist nicht unbedingt jedermanns Sache. Den meisten hingegen macht es großen Spaß, im Freien zu sein und bei einem Spaziergang quasi nebenbei etwas Neues zu erfahren.

Hier bietet sich ein Besuch im Botanischen Garten an. Dort findet am Sonntag, dem 9. Oktober 2005, um 10.00 Uhr, eine interessante Führung statt. Führen wird der Holzkünstler Volkmar Zimmer, der seine profunden Kenntnisse über Bäume und ihre Hölzer gern und mit Begeisterung weitergibt. Thema der Führung sind die bisher ausgerufenen "Bäume des Jahres". Zur Erinnerung sei noch hinzugefügt, daß es sich dabei dieses Jahr um die Roßkastanie handelt.

Viel Spaß bei der Führung und im herbstlichen Botanischen Garten!

 

 

Eibe, Taxus baccata, Familie Taxaceae (Eibengewächse):

Baum des Jahres 1994 war die Eibe, ein immergrüner Nadelbaum, der im mittleren und südlichen Europa beheimatet ist. In unseren Wäldern ist die Eibe durch Übernutzung selten geworden und steht daher unter Naturschutz. Eiben können ein sehr hohes Alter erreichen; die älteste Eibe Deutschlands (Allgäu) wird auf ca. 2000 Jahre geschätzt.

Der gesamte Baum ist giftig, lediglich der leuchtend rote fleischige Samenmantel, der den harten Samen umgibt, enthält kein Gift. Eibensamen werden von Vögeln verbreitet, die durch die rote Farbe des Samenmantels angelockt werden. Der eigentliche harte Samen wird nicht verdaut und mit dem Kot wieder ausgeschieden.

Im Botanischen Garten sind Eiben an verschiedenen Stellen, z.B. im Arboretum, zu finden. Nur die weiblichen Pflanzen der zweihäusigen Eibe tragen die rot ummäntelten Samen.

Stieleiche 3

 

Fotos: Franz Höck, Botanischer Garten München-Nymphenburg

Text: Ehrentraud Bayer

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