Zum Inhalt.  Zum Bereichsmenü. 
Logo - Zur Startseite 

Botanischer Garten München-Nymphenburg

Halloween - Basteln und Botanik

Kinderaktion für Kinder ab 7 Jahren

Bilder: Smiley 1 (76 KB) und Smiley 2 (113 KB)

Lange Zeit führten Kürbisse bei uns ein eher zurückgezogenes Leben; sie gediehen auf abgelegenen Komposthaufen und wurden nur von wenigen wirklich beachtet und geschätzt. Mit Kürbis verband man meist nicht mehr als das ungeliebte süß-saure Eingelegte. Das hat sich gründlich geändert.

Kürbisse sind seit einigen Jahren en vogue. Die Dickköpfe aus dem Pflanzenreich sind nicht länger nur groß, rund und gelborange oder nur klein, hart und warzig wie die traditionellen Zierkürbisse. Kürbisse gibt es heute in vielerlei Farben, Formen und Geschmacksrichtungen. Ihre Beliebtheit spiegelt sich auch in den jedes Jahr zur Erntezeit zahlreich erscheinenden neuen Kürbis-Kochbüchern wider.

Doch nicht nur die Küche haben sich die Kürbisse (zurück-) erobert, viel wichtiger - jedenfalls nach Meinung von Kindern und Jugendlichen - ist die Existenz von Kürbissen für Halloween. Noch vor wenigen Jahren bei uns nahezu unbekannt, hat das Halloween-Brauchtum nun auch bei uns Einzug gehalten. Und Halloween ohne Kürbisse - undenkbar! Doch das war nicht immer so.

Die Ursprünge von Halloween liegen nämlich im keltischen Irland. Dort feierten die keltischen Einwohner bereits vor mehr als 2000 Jahren jeweils am 31. Oktober das Ende des Sommers, anderer Lesart nach das Ende des Jahres; Samhain hieß der Feiertag.

An diesem Tag wurden die Toten geehrt. Gleichzeitig mußten die umherwandernden Seelen der Verstorbenen befriedet und davon abgehalten werden, sich eines Lebenden zu bemächtigen. Dazu entzündeten die Druiden (keltische Priester) Feuer, sprachen Beschwörungen und brachten Opfer.

Die Bevölkerung hingegen, so heißt es, löschte die Feuer in den Siedlungen, um die Geister der Verstorbenen nicht anzulocken. Abschreckende oder merkwürdige Verkleidungen und Lärm sollten außerdem dazu beitragen, die Geister fernzuhalten.

Diese keltischen Bräuche wurden dann zum Teil von den römischen Eroberern Irlands und später von der katholischen Kirche übernommen. Der Termin unseres heutigen Allerheiligentages am 1. November beruht auf dem keltischen Feiertag Samhain.

Das Wort Halloween ist übrigens eine Verballhornung von All Hollows Eve, der englischen Bezeichnung für den Abend vor Allerheiligen (All Hollows Day).

Mit den irischen Auswanderern kamen die Halloween-Bräuche 1840 nach Amerika. Unter anderem vermutlich der Jack-o-lantern-Brauch, der auf folgender verkürzt wiedergegebener Geschichte beruht:

Jack, ein notorischer Säufer und Betrüger, brachte den Teufel durch Überreden dazu, auf einen Baum zu klettern. Dann ritzte Jack ein Kreuz in den Stamm des Baumes, und der Teufel war gefangen. Er kam erst frei, als er versprach, Jack nicht mehr in Versuchung zu führen. Bei seinem Tod durfte Jack, weil er auf Erden ein so schlechter Mensch gewesen war, nicht in den Himmel. Da er den Teufel getäuscht hatte, durfte er jedoch auch nicht in die Hölle. Jack erhielt jedoch vom Teufel ein wenig Glut, damit er sich in der kalten Dunkelheit zurechtfinden konnte. Damit die Glut sich länger hielt, transportierte Jack sie in einer ausgehöhlten Rübe. Die ursprüngliche Laterne Jacks war also eine Rübe. Die irischen Emigranten in Amerika stellten jedoch fest, daß sich Kürbisse viel besser für Jacks Laternen eigneten. So kam es, daß die Rüben in Vergessenheit gerieten und fortan ausgehöhlte Kürbisse genutzt wurden.

Was passiert bei unserer Kinderaktion am 30. und 31. Oktober?

Wer will, kann einen größeren Kürbis aushöhlen und ihn mit einer lustigen oder furchterregenden Fratze versehen. Wer sich nicht so recht ans Kürbisschnitzen wagt, kann kleinere oder größere Kürbisse mit Gesichtern bemalen oder lustige Tiere daraus zaubern. Spaß machen wird es auf alle Fälle!

Verbunden mit der Bastelaktion ist eine kleine Führung im Botanischen Garten, bei der allerlei Interessantes und Wissenswertes über Kürbisse und andere aus Amerika stammende Pflanzen erzählt wird.

Die Teilnahme an der Aktion selbst ist kostenlos, für das Material wird jedoch an Ort und Stelle ein Entgelt eingesammelt. Kinder bis 12 Jahren (Zutritt in den Garten nur in Begleitung Erwachsener) zahlen keinen Eintritt. Für Erwachsene ist der Eintritt in das Freiland frei. Der Besuch im Gewächshaus kostet Euro 3,00, ermäßigt Euro 1,00.

(Text von Ehrentraud Bayer)

Informationen (auf Englisch) zu Halloween aus: Neues Fenster. Jerry Wilson (1955-2002) "History and Customs of Halloween"

© 2004 Botanischer Garten München-Nymphenburg - Datenschutz - Barrierefreiheit Zum Seitenanfang.