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Botanischer Garten München-Nymphenburg

Hydrophyten und Hygrophyten -
die Liebe der Pflanzen zum Wasser

Es ist eine Binsenwahrheit, dass Pflanzen zu ihrem Gedeihen Wasser benötigen. Daher ist die "Liebe der Pflanzen zum Wasser" nichts Außergewöhnliches. Sehr interessant ist aber, wie unterschiedlich Pflanzen mit Wasser umzugehen wissen. Während die einen äußerste Sparsamkeit walten lassen (müssen) und jeden Tropfen nutzen und speichern, leben die anderen in wässrigem Saus und Braus. Nur von letzteren handelt die Sonntagsführung am 12. August, Beginn 10.00 Uhr, nämlich von Wasser- und Feuchtpflanzen, den Hydrophyten (griech. hydros = Wasser; griech. phyton = Gewächs, Pflanze) und den Hygrophyten (griech. hygros = feucht, nass).

 

Echinodorus palaefolius 1

Echinodorus palaefolius
Sumpfiges Terrain und Nässe bevorzugen alle Vertreter der Gattung Echinodorus, die in Amerika und Afrika verbreitet ist. An langen, aufrechten Stengeln tragen sie weiße, seltener rosa oder gelbe Blüten mit drei Kronblättern. Die abgebildete Art, Echinodorus palaefolius, stammt aus Brasilien. Echinodorus zählt zur Familie der Alismataceae, der Froschlöffelgewächse.

Echinodorus palaefolius 2

 

 

Pistia stratiotes 1

Pistia stratiotes
Eine in den gesamten Tropen verbreitete Wasserpflanze ist Pistia stratiotes. Die Pflanze schwimmt frei auf der Wasseroberfläche und lässt sich auf Grund ihrer samtig weichen Behaarung nicht benetzen. Die deutsche Bezeichnung Wassersalat beschreibt trefflich die locker rosettige Wuchsform, ein weiterer Name für die Art ist Muschelblume. Pistia zählt zur Familie der Araceae, der Aronstabgewächse

Pistia stratiotes 2

 

 

Fotos: Anja Holbaum, Botanischer Garten München-Nymphenburg

Text: Ehrentraud Bayer

© 2007 Botanischer Garten München-Nymphenburg Zum Seitenanfang.