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Botanischer Garten München-Nymphenburg | ||||||
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Schnuppern & Staunen im Botanischen Garten
Mädesüß, Filipendula ularia An amerikanischen Kaugummi ("Bubble gum") erinnert der Geruch, der dem gespaltenen Stängel des Mädesüß entströmt. Der Geschmack ist allerdings nicht süß, sondern bitter und adstringierend. Das ist auf den Gehalt an Gerbstoffen sowie salicylsäurehaltigen Inhaltsstoffen zurückzuführen. Die getrockneten Blüten, die neben anderen Stoffen ebenfalls Salicylsäure enthalten, werden als Tee zur Behandlung von Erkältungskrankheiten, in der Volksmedizin auch gegen Muskel- und Gelenkrheumatismus eingesetzt. Mädesüß-Blüten wirken zudem sehr harntreibend. Das auf feuchten Streuwiesen, an Bachufern und in Sumpfwiesen vorkommende Mädesüß ist in ganz Europa sowie in Nordamerika, Kleinasien und Sibirien heimisch. Das Mädesüß zählt zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae).
Balsamkraut, Frauenblatt,
Marienbalsam Ein würziger Geruch entströmt den geriebenen Blättern des Balsamkrauts. Die Blätter werden zur Blütezeit gesammelt und für die Teezubereitung getrocknet. Balsamkraut wird volkstümlich bei Blähungen, Leber-, Galle- und Menstruationsbeschwerden eingesetzt. Außerdem dient es als Gewürz, worauf auch die Namen Türkische Minze oder Pfefferblatt hinweisen. Auch alkoholische Getränke, u.a. Bier (Nordamerika), wird mit Balsamkraut aromatisiert. Die Pflanze findet ferner als Wurmmittel und auch zur Wundheilung Verwendung. Die Heimat des Balsamkrauts reicht vom nördlichen Iran bis nach Südeuropa. Balsamita major zählt zur Familie der Korbblütler (Asteraceae).
Fotos: Anja Holbaum und Rieke Jakumeit, Botanischer Garten München-Nymphenburg Text: Ehrentraud Bayer
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