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Botanischer Garten München-Nymphenburg | ||||||
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Giftpflanzen
Brugmansia suaveolens, Wohlriechende
Engelstrompete (auch unter Datura suaveolens bekannt).
Giftpflanze! Die Pflanze wurde von den Medizinmännern einiger Volksstämme der indigenen Bevölkerung Süd- und Mittelamerikas gezielt als Rauschmittel bei magisch-kultischen Zeremonien eingesetzt. Der Rausch ist oft von Krämpfen begleitet, heißt es. Bei Überdosierung kommt es zu lang anhaltenden Psychosen oder zum Todesfall. Engelstrompeten sind bei uns beliebt als Zierpflanzen für Wintergärten und Terrassen. Die Gattung Brugmansia zählt zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae).
Solanum dulcamara, Bittersüßer
Nachtschatten. Giftpflanze! Der Bittersüße Nachtschatten ist eine auch bei uns heimische Kletterpflanze. Sie gedeiht an Waldrändern, in Gebüschen und an Ufern. Weitere Namen sind Alpranke, Bittersüß, Rote Hundsbeere oder Natterholz. Die getrockneten Stängel, Stipites Dulcamarae, die sogen. Bittersüßstängel, werden in der Heilkunde zur unterstützenden Therapie bei chronischen Hautleiden eingesetzt, in der Volksheilkunde auch als Blutreinigungstee oder gegen Asthma, Rheuma und Bronchitis. Es ist allerdings zu beachten, dass die Droge giftig ist!
Fotos: Anja Holbaum und Rieke Jakumeit, Botanischer Garten München-Nymphenburg Text: Ehrentraud Bayer
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