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Botanischer Garten München-Nymphenburg | ||||||
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Christusdorn, Greisenhaupt und lebender SteinJeder, der Pflanzen auf der heimischen Fensterbank hält, weiß aus eigener Erfahrung, dass pflanzliches Leben von drei Hauptfaktoren abhängt: der Verfügbarkeit von Wasser, Licht und mineralischen Nährstoffen. Der vertrocknete Glücksklee ein paar Wochen nach Neujahr, die sparrige, blassgrüne Yuccapalme in der dunklen Zimmerecke oder die Orchidee mit den von Jahr zu Jahr kleiner werdenden Scheinknollen sind den meisten von uns ein wohlvertrauter Anblick. Chronischer Wassermangel ist ein Phänomen, dem man nicht nur auf der Fensterbank, sondern auch in der Natur häufig begegnet. In den Halbwüsten aller Kontinente stoßen Pflanzen an eine trockenheitsbedingte Grenze zwischen Leben und Tod. Ganz gleich ob in Afrika oder Südamerika - die wichtigsten Strategien, die Pflanzen entwickelt haben, um unter den widrigen Lebensbedingungen zu existieren, sind überall die gleichen: Reduktion der Oberfläche, Vorhandensein von Wasser speicherndem Gewebe und der Schutz desselben vor Fressfeinden, meist durch den Besitz von Dornen oder Stacheln. Gemeinhin wird dieser Wuchstyp im Volksmund gerne als "Kaktus" bezeichnet, obwohl viele der vermeintlichen Kakteen nicht im Entferntesten mit echten Kakteen verwandt sind. Neben diesen weit verbreiteten Anpassungen gibt es allerdings noch viele verblüffende, den meisten Menschen gänzlich unbekannte Überlebensstrategien der pflanzlichen Gratwanderer. Diese kleinen Geheimnisse zu lüften, das ist das Hauptanliegen der Führung von Herrn Thassilo Franke am Sonntag, dem 11. März, um 10.00 Uhr. Kommen Sie! Ein Besuch lohnt sich immer.
Christusdorn, Euphorbia millii
Scheinblüte des Christusdorn.
Greisenhaupt, Cephalocereus senilis
Lebender Stein, Lithops
Ihrem Untergrund geschickt angepasst haben sich diese Lebenden Steine. Sie schützen sich so vor Fressfeinden, die es auf ihre beiden saftigen, im Erdreich versteckten Blätter abgesehen haben.
Fotos: Franz Höck, Botanischer Garten München-Nymphenburg Text: Thassilo Franke und Ehrentraud Bayer
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