Leben im und am Wasser:
Strategien der Sumpf- und
Wasserpflanzen
Zu den schönsten Wasserpflanzen zählen Arten der
Gattung Nymphaea, auf Deutsch Seerose. Der
wissenschaftliche Name erinnert an die Nymphen, weibliche Naturgottheiten, die
Quellen und andere Gewässer bewohnen. Charakteristisch für die
Seerosen sind die flachen, glänzenden Schwimmblätter und die
wunderschönen, vielblättrigen Blüten.
Seerosen sind mehrjährige Pflanzen mit
einer im Schlammboden verankerten Sproßachse. Diese speichert im Herbst
Stärke und wurde früher in Notzeiten zu Mehl verarbeitet. Seerosen
sind durch den Gehalt an Alkaloiden und Glykosiden schwach giftig. Die bei uns
wild vorkommende Weiße Seerose, Nymphaea alba, steht unter Naturschutz.
Die Abbildungen zeigen Gartenformen der Seerose.
Seerose, Nymphaea spec. Familie:
Seerosengewächse (Nymphaeaceae)
Im Zentrum des Schmuckhofes liegt das Seerosenbecken. Die
Aufnahme zeigt einen Blick von Norden nach Süden, im Hintergrund ist das
Gebäude des Cafés zu erkennen.
Nymphaea, Seerosen-Hybride 'William B.
Shaw'
Nymphaea, Seerosen-Hybride 'Mr. James
Brydon'
Winterharte Seerosen gibt es in allen Farben
außer blau und violett - diese Farben finden sich bei Seerosen warmer
Regionen (nächstes Bild).
Im Victoriahaus (Haus 3 der Schaugewächshäuser) sind
während des Sommers Tropische Seerosen und
Wasserpflanzen zu sehen.
Fotos: Anja Holbaum, Botanischer Garten
München-Nymphenburg
Text: Ehrentraud Bayer