Vom Chaco bis in die Anden
Die Vielfalt der Trockengebiete
Argentiniens
Vortrag mit Lichtbildern von Herrn Dr. Boris
Schlumpberger
Der Vortrag am Donnerstag, dem 17. August 2006, befasst sich mit
Trockengebieten und trockenheitsliebenden Pflanzen, speziell mit solchen aus
Argentinien.
Der Vortragende, Herr Dr. Boris Schlumpberger, hat das Gebiet
mehrmals selbst bereist. Er ist derzeit als Wissenschaftler in der Abteilung
Botanik der Organismischen Biologie am Department Biologie I der Fakultät
für Biologie der LMU München tätig.
Seine Forschung bezieht sich auf die Interaktion zwischen
Pflanzen und Tieren und auf die Funktion von Duftstoffen im Pflanzenreich.
Insbesondere geht es dabei um Bestäubungsbiologie und
Blütendüfte, aber auch um die Funktion von Geruchsstoffen bei
Früchten.
Die komplexe Wechselwirkung zwischen Tier und Pflanze erforscht
Boris Schlumpberger vor allem an Kakteen und deren Bestäubern - das
können verschiedene Insekten, aber auch Vögel oder Fledermäuse
sein.
Der Vortrag steht im Zusammenhang mit dem "Internationalen Jahr
der Wüsten und gegen Wüstenbildung" (International Year of Deserts
and Desertification, IYDD), das von der Vollversammlung der Vereinten Nationen
für das Jahr 2006 ausgerufen wurde. Der Botanische Garten informiert bei
einigen seiner Veranstaltungen über Zusammenhänge im Bereich dieser
Problematik.
Die biologische Vielfalt in den Trockengebieten der Erde ist
faszinierend. Zu den an aride (trockene) Bedingungen mit am besten angepasste
Organismen zählen die Kakteen. Die Abbildung zeigt ein beeindruckendes
Exemplar der Art Echinopsis terscheckii, einen langsamwüchsigen
Säulen- oder Kandelaberkaktus, der bis zu 8 m Höhe erreicht. Er kommt
in Nordargentinien vor. Zu sehen ist die Pflanze in Halle A, der Eingangshalle
der Schaugewächshäuser.
Web-Seiten von Herrn Dr. Boris Schlumpberger
Foto: Franz Höck, Botanischer Garten
München-Nymphenburg
Text: Ehrentraud Bayer