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Botanischer Garten
München-Nymphenburg

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Portraits von Pflanzen und anderem

Naturalistische Ölbilder von Stefan Caspari

12. – 27. Oktober 2013
Ausstellung im Grünen Saal (Haus 7 der Schaugewächshäuser)


Kapuzinerkresse, Ölgemälde Stefan Caspari 2012; Repro Stefan Caspari, München

Eine heute selten gesehene Kunst übt der Maler und Fotograf Stefan Caspari aus: er malt Pflanzen genau so wie die Natur sie zeigt. Es sind jedoch nicht nur detailgetreue Wiedergaben des Gesehenen, sondern Kunstwerke, die den Betrachter in ihren Bann ziehen: diese Farben, dieser Glanz auf den Blättern! – Ausgiebig und immer wieder will man sich diese Gemälde ansehen und sie studieren.

Sie haben einen speziellen Bezug zum Botanischen Garten: Nicht nur wegen der schon seit langen Jahren währenden Verbundenheit, die Stefan Caspari zum Garten pflegt, sondern insbesondere auch deshalb, weil die Vorbilder und Originalpflanzen für die Ölgemälde Stefan Casparis alle aus dem Botanischen Garten stammen.

Doch nicht nur auf naturalistische Pflanzendarstellungen versteht sich Stefan Caspari, auch das Porträtieren von Personen liegt ihm am Herzen; zwei Beispiele in der Ausstellung zeugen davon.

Es ist die erste Gemäldeausstellung, mit der Stefan Caspari hier im Botanischen Garten München-Nymphenburg an die Öffentlichkeit tritt. Früh schon, – wie er in seiner Vita darlegt –, interessierte er sich für Farben und Malen und wollte wie sein Vater Claus Caspari (1911 – 1980) Kunstmaler werden. Aber es kam anders und erst jetzt kann Stefan Caspari seinen lang gehegten Wunsch verwirklichen.

Der Besuch der Ausstellung im Grünen Saal ist im Eintrittspreis in den Botanischen Garten (einschließlich der Gewächshäuser) inbegriffen. Sie ist täglich von 9 bis 16:30 Uhr geöffnet.

Text: Ehrentraud Bayer, Botanischer Garten München-Nymphenburg

Vita von Stefan Caspari

Stefan Caspari wurde am 22.12.1951 als zweites Kind des Illustrators Claus Caspari und seiner Ehefrau Margret in München geboren.

Schon im Vorschulalter schaute Stefan seinem Vater beim Arbeiten über die Schulter. Hier entstand das Wissen über Pigmente und Farben, aber auch die Fähigkeit, genau und unprätentiös hinzuschauen. Hookersgrün und Paynesgrau waren ihm genauso geläufig wie Perspektive und das Wissen, dass ein Schatten im Sonnenlicht nicht einfach schwarz, sondern i.d.R. blau beleuchtet ist.

Dieses genaue Hinschauen ist wohl zum Lebensthema von Stefan Caspari geworden – anders ausgedrückt: Der Drang, die Dinge so zu entdecken und darzustellen, wie sie sind, bzw. wie sie sich dem Kern ihres Wesens nach darstellen.

Als Kind war es für Stefan klar, es seinem Vater gleich zu tun und eine Karriere als Maler zu verfolgen. Kurz vor Ablegen des Abiturs „verbot“ ihm sein Vater jedoch, Künstler zu werden – die Gründe hierfür sind bis heute im Dunkel. Stefan fügte sich und beschloss nach dem Umweg über ein Jurastudium, den Beruf des Fotografen zu erlernen und zu ergreifen.

An der Bayerischen Staatslehranstalt für Photographie erlernte er das Handwerk und legte vor der Handwerkskammer für München und Oberbayern schließlich die Meisterprüfung im Fotografenhandwerk ab. Seitdem arbeitet er als freischaffender Fotograf in München.

Die Malerei ließ ihn aber niemals ganz los. Mit dem Illustrationsauftrag des BLV-Verlages für „Die Pflanzen Mitteleuropas“ im Jahr 2010 trat Stefan Caspari erstmals als Maler beruflich in die Öffentlichkeit. Seitdem hat er diverse Illustrationsaufträge für Buchprojekte realisiert und arbeitet als Kunstmaler. Schwerpunkte sind naturwissenschaftlich genaue Pflanzendarstellungen in der Technik des trockenen Aquarells sowie - in der klassischen Technik der Schichtmalerei - naturalistische Gemälde von Pflanzen und exklusive Portraits in Öl. Stefan Caspari hat zwei erwachsene Töchter und lebt und arbeitet in München.