Teufelskralle goes public
10. April 2010, Samstag, bis 16. Juni 2010, Mittwoch
Wanderausstellung des Botanischen Vereins zu Hamburg
im Grünen Saal (Haus 7 der Schaugewächshäuser)
Tageskarte: 4 €, ermäßigt 2,50 €
Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr haben freien Eintritt.
Der Eintritt in den Botanischen Garten ist im Preis enthalten
Zur Ausstellung
In Deutschland entwickelte sich die südafrikanische Teufelskralle,
Harpagophytum procumbens, in den letzten Jahren zu einer der beliebtesten
Heilpflanzen. Die aus den Speicherknollen gewonnenen Extrakte helfen bei rheumatischen
Beschwerden. Traditionelle Nutzer der Wüstenpflanze sind die San-Buschleute, die
Ureinwohner des südlichen Afrika.
Wie wirkt sich die gestiegene Nachfrage nach Teufelskrallenprodukten auf die
Bestände der Pflanze aus? Und welche Folgen hat die wachsende Nachfrage für
die San, die mit der Ernte der Speicherknollen heute ihren Lebensunterhalt
verdienen? Konnten sie vom Boom profitieren? Diesen Fragen geht der Botanische
Verein zu Hamburg e.V. in seiner Wanderausstellung nach, die vom 10. April bis
10. Juni 2010 im Botanischen Garten München-Nymphenburg gezeigt wird.
Die Ausstellung basiert auf einer Reise des Projektteams im Frühjahr 2008
zu der afrikanischen Heilpflanze und ihren Sammlern nach Namibia. In einer
kommunalen Farm 300 km östlich von Windhoek, konnte das Team des
Botanischen Vereins die Dorfbewohner bei der Ernte der Teufelskralle in
die Dornbuschsavanne begleiten. In dem von der Nichtregierungsorganisation
CRIAA SA-DC
unterstützten Projekt sammeln die Dorfbewohner die Speicherknollen in einer
Sammelgemeinschaft. Damit sichern sie eine nachhaltige Ernte der Bestände und
erzielen mit dem gemeinschaftlich organisierten Verkauf einen höheren Preis.
Durch die schonende Nutzung wird die Lebensgrundlage der Sammler erhalten. Für
weitere Dokumentationen besuchte das Team auch eine kommerzielle namibische
Farm, auf der die Teufelskralle angebaut wird sowie eine Hamburger Importfirma.
In der Ausstellung werden am Beispiel einer Heilpflanze Themen wie
„Nachhaltige Nutzung“ und „Gerechter Vorteilsausgleich“
mit Filmen und Spielen anschaulich erläutert.
„Teufelskralle goes public“
wurde vom Bundesamt für Naturschutz
mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
gefördert.