Bromelien in Blüte: Bestäubung
Viele Bromelienarten werden von Kolibris bestäubt. Im Blättergewirr des Kronendachs
müssen die Bromelien wirksame Signale setzen, um auf sich aufmerksam zu machen.
Allein die Farbe der kleinen Blüten reicht da meist nicht aus. Bromelien helfen
sich, indem sie verschiedene andere Blätter mit kontrastreichen roten Signalfarben
„beflaggen“. Das können Hochblätter im Blütenstand sein. Das können aber auch die
Spitzen der Blattrosetten sein, die auf versteckte Blüten im Bromelientrichter hinweisen.
Typisch für die Blütenstände der Bromelien ist, dass sie viele Blüten tragen, sich
aber nur wenige davon pro Tag öffnen. Eine Pflanze kann dadurch mehrere Wochen lang
blühen. Für den Kolibri entsteht so eine zuverlässige Nektarquelle, die er als feste
Station in seine Flugroute aufnimmt. Andererseits ist für die Bromelie auf diese Weise
die regelmäßige Bestäubung ihrer Blüten garantiert.
Blütenbesuchende Vögel sind zwar sehr klein, der kleinste Kolibri wiegt nur 1 Gramm,
aber in der Regel sind sie doch deutlich größer als Insekten. Vogelblumen bieten
dementsprechend reichlich dünnflüssigen Nektar an, den die Kolibris mit Hilfe ihrer
pinselförmigen Zungenspitze aufnehmen.
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Bromelien in Blüte: Bestäubung (MP3, 574 KB)
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