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Botanischer Garten München-Nymphenburg | ||||||
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Gehölze im Winter
Auch im Winter kann man Bäume erkennen und bestimmen. Die wichtigsten Erkennungsmerkmale zur Bestimmung der kahlen Laubbäume sind die charakteristische Wuchsform und Gestalt, die Beschaffenheit und Färbung der Rinde und die Farbe und Form der Knospen.
Im Sommer sind sie kaum erkennbar, sondern in grünem Laub verborgen. Im Winter dagegen, wenn die Bäume kahl sind, fallen sie sofort auf. Die Rede ist von den kleinen, kugelig belaubten Sträuchern im Geäst der Bäume, den Misteln. Viscum album lautet der wissenschaftliche Name dieses immergrünen Halbschmarotzers. Er zapft die Wasserleitungsbahnen des Wirtsbaumes an und entzieht ihm Saft und Mineralsalze. Misteln gelten seit altersher als Zauberpflanzen. Auch medizinische Qualitäten sagt man der Pflanze nach. Verbreitet wird die Mistel durch Vögel, die die weißen, klebrigen Beeren fressen.
Am Ostrand des Teiches stehen einige sehr schöne und alte Bäume. Es sind Stiel-Eichen (Quercus robur). Sie wuchsen hier schon lange vor der Gründung des Gartens (1914) und haben ein Alter von etwa 300 Jahren. In Deutschland zählen Eichen zu den bekanntesten und eindrucksvollsten heimischen Bäumen. Im Hintergrund erkennt man die beschneiten, kahlen Äste einer Lärche.
Alle Photos: Franz Höck, Botanischer Garten München-Nymphenburg,
(Text: Ehrentraud Bayer)
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