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Botanischer Garten München-Nymphenburg

Bilder vom Schachen im Juli 2007

Bilder vom Schachen im Juni 2007

 

Campanula aucheri

Campanula aucheri, Auchers Glockenblume, Familie Campanulaceae (Glockenblumengewächse)

Im Kaukasusgebiet haben sich die Glockenblumen besonders mannigfaltig entwickelt. Allein die Flora Georgiens umfasst 65 Campanula-Arten. Auchers Glockenblume gehört mit mehreren anderen dekorativen Arten zu einer Artengruppe, in der die Arten auch für den Fachmann nur schwer zu unterscheiden sind. Auffällig ist das weiße "Auge" am Grund der Blütenkrone.

 

Corydalis cashmeriana

Corydalis cashmeriana, Kaschmir-Lerchensporn, Familie Fumariaceae (Erdrauchgewächse)

Fast unnatürlich blau leuchten die Blütenröhren des Kaschmir-Lerchensporns. Er blüht im Alpengarten von Juli bis Mitte August. Den Winter überdauert er mit Knollen, wie viele andere Lerchenspornarten. Im westlichen Himalaja wächst er in Höhenlagen zwischen 3.000 und 4.500 m.

 

Haplocarpha rueppellii

Haplocarpha rueppellii, Familie Asteraceae (Korbblütler)

Auf dem Mount Kenya und auf dem Kilimanjaro ist diese Pionierpflanze bis in Höhenlagen weit über 3.000 m zu finden. Ihre dicht dem Boden aufliegenden Blattrosetten bilden Ausläufer, wodurch geschlossene Matten entstehen. Die Gattung Haplocarpha ist mit insgesamt 10 Arten ausschließlich in Afrika beheimatet.

 

Meconopsis betonicifolia

Meconopsis betonicifolia, Betonica-Scheinmohn, Familie Papaveraceae (Mohngewächse)

Im Himalaja zählen die prächtigen Blüten des Scheinmohns zu den absoluten Höhepunkten einer botanischen Reise während der Monsunzeit. Schon früh erregte die Gattung Meconopsis die Aufmerksamkeit von Gartenliebhabern, speziell in England. Dort wurden bereits um 1850 die ersten Meconopsis-Arten zur Blüte gebracht. Ein kleiner Foto-Tipp: die wunderbaren, transparenten Farben der Scheinmohnblüten sind am besten bei diesigem Wetter festzuhalten.

 

Mertensia primuloides

Mertensia primuloides, Primelähnliche Pferdezunge, Familie Boraginaceae (Raublattgewächse)

Blickt man in die tiefblauen Blütenkronen der Primelähnlichen Pferdezunge, so erkennt man gelbe Schlundschuppen, die den Weg zum Nektar versperren. Durch solche Konstruktionen soll erreicht werden, daß nur langrüsselige Insekten für den Blütenbesuch entlohnt werden. Schlundschuppen sind in der Familie der Raublattgewächse, zu der die Pferdezunge zählt, ein häufig auftretendes Blütenmerkmal.

 

Myosotis colensoi

Myosotis colensoi, Familie Boraginaceae (Raublattgewächse)

Vergissmeinnicht-Arten kommen auch auf der Südhalbkugel vor: in Südafrika, Australien und Neuseeland. Allein in Neuseeland finden sich über 30 Arten. Im Unterschied zu den heimischen Vergissmeinnicht-Arten ragen bei den neuseeländischen Verwandten die Staubblätter aus der Kronröhre heraus. Besonders spektakulär sind alpine, polsterbildende Arten der Südinsel, wie z.B. Myosotis colensoi.

 

Primula involucrata

Primula involucrata, Hüllblatt-Primel, Familie Primulaceae (Primelgewächse)

Die Hüllblatt-Primel ist eine schlanke, frühblühende Primelart aus der Verwandtschaft der heimischen Mehl-Primel (Primula-Sektion Farinosae). Ihre Blüten sind weiß mit einem gelbem Schlundrand. Im Himalaja ist sie auf feuchten Matten in Höhenlagen von 4.000 – 5.000 m weit verbreitet.

 

Rhododendron rupicola var. chryseum

Rhododendron rupicola var. chryseum, Gold-Alpenrose, Familie Ericaceae (Heidekrautgewächse)

Blassgelbe, röhrenförmige Blüten charakterisieren die Gold-Alpenrose. Als Verdunstungsschutz sind die kleinen Blätter oberseits mit einer glänzenden Wachsschicht überzogen und unterseits dicht rostbraun beschuppt. Die Gold-Alpenrose ist ein Zwergstrauch, der aus den Gebirgen der südchinesischen Provinz Yunnan stammt.

 

 

Fotos: Jenny Wainwright-Klein, Botanischer Garten München-Nymphenburg

Aufnahmeort: Alpengarten auf dem Schachen

Aufnahmezeit: Ende Juni 2007

Text: Andreas Gröger

© 2007 Botanischer Garten München-Nymphenburg Zum Seitenanfang.